Ein multifunktionales Nahversorgungszentrum könnte in Herdwangen-Schönach wirtschaftlich betrieben werden. Das ist laut einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung das Ergebnis erster Untersuchungen. Geplant ist die Errichtung eines Zentrums für Dienstleistungen und ortsnahe Rundumversorgung (Dorv-Zentrum). Wie dieser Tante-Emma-Laden des 21. Jahrhunderts aussehen könnte, damit beschäftigt sich laut Mitteilung von nun an ein Team, das die Ideen des Bürgerdialogs Nahversorgung aufnehmen und ein tragfähiges Konzept entwickeln wird.

Vier Säulen der Nahversorgung sollen Dorfladen beleben

Das Team hatte sich am Rande einer Informationsveranstaltung im Ramsbergsaal gegründet, bei der Heinz Frey vor mehr als 100 Bürgern die Erstuntersuchung zur Wirtschaftlichkeit eines Dorfladens vorstellte. Die Ergebnisse seien wegweisend, teilt die Gemeinde mit: Nur mit dem Verkauf von Lebensmitteln sei ein Laden in Großschönach nicht rentabel zu betreiben. Gute Chancen bestünden jedoch in einem multifunktionalen Dorv-Zentrum. Neben Lebensmitteln gebe es dabei vier weitere Säulen, die den Laden beleben und zu einem Treffpunkt im Dorf machen: Dienstleistungen, sozial-medizinische Versorgung, Kultur und Kommunikation.

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Vorschläge von Verleihbörse bis Hausaufgabenbetreuung

Dazu sammelten die Großschönacher erste Ideen: Post und Paketshop, Bankautomat, ein Bürgerbüro der Gemeindeverwaltung, Rufbusanmeldung, eine Tausch- und Verleihbörse, die Einsatzleitung der Nachbarschaftshilfe, eine Arztsprechstunde und Physiotherapieangebote wurden genannt. Außerdem könnte in einem integrierten Café ein regelmäßiger Mittagstisch angeboten werden, vielleicht in einem eigenen Raum auch eine Hausaufgabenbetreuung.

Umsetzung setzt Engagement vieler Bürger voraus

Heinz Frey machte laut Mitteilung deutlich, dass ein so vielfältiges Angebot ein mögliches Dorv-Zentrum sehr attraktiv mache. Es könne ein lebendiger Treffpunkt in Großschönach werden. Dafür sei allerdings das Engagement vieler Menschen notwendig.

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Dorv-Team will Konzept im Austausch mit Bürgern erarbeiten

Das neu gegründete Dorv-Team möchte nun den Weg zu einem Nahversorgungszentrum in Austausch mit den Großschönacher Bürgern gestalten, informiert die Gemeinde weiter. Am ersten Septemberwochenende erhalten die Mitglieder in einem Workshop das dafür nötige Handwerkszeug. Interessierte können sich anmelden. Rückmeldebögen zur Nahversorgung in Großschönach, die bei der Veranstaltung ausgeteilt wurden und auf den Internetseiten der Gemeinde zum Herunterladen zur Verfügung stehen, können noch bis 1. August bei der Verwaltung abgegeben werden. Informationen erteilen Bürgermeister Gerster oder Fridolin Koch, E-Mail: koch@spes.de

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