Auf der Internetseite, die der Verein "Kartell der Liebe" als Veranstalter für das "Eine Liebe Festival" eingerichtet hat, läuft der Online-Countdown. Noch müssen sich die Musikfans jedoch ein paar Wochen gedulden. An Pfingsten, vom 7. bis 10. Juni, ist es dann soweit: Das nicht-gewinnorientierte Festival geht in die zweite Runde. "Begleite uns weiterhin oder aufs Neue – in Hingebung zur Musik und dem Weiterbestehen des Community-Gedankens", schreiben die Organisatoren auf ihrer Internetseite.

Beinahe herzförmig sieht das Gelände von oben aus, was ja perfekt zu "Eine Liebe" passt.
Beinahe herzförmig sieht das Gelände von oben aus, was ja perfekt zu "Eine Liebe" passt. | Bild: Veranstalter/ Gordian Knoblauch

"Kartell der Liebe" freut sich über neue ehrenamtliche Helfer

Das "Kartell der Liebe" ist inzwischen von rund 80 auf 100 ehrenamtliche Mitglieder angewachsen. So konnten aus der neuen Eine-Liebe-Heimat in Herdwangen-Schönach und der alten Heimat des "No Stress Festivals" in Göggingen einige Neuzugänge in der Gemeinschaft verbucht werden, erzählt Johannes Knott vom "Kartell der Liebe".

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Line-up mit Bands aus der Region

Wie bereits 2018 beginnt das Festival am Freitag, 7. Juni, mit einer Warm-up-Party. Die eigentlichen Festivaltage sind Samstag und Sonntag. "Seit Monaten laufen Gespräche und Verhandlungen, wir erwarten 15 Künstler und Bands. Das genaue Line-up können wir in einer Woche bekannt geben", so Johannes Knott. Musikalisch werden HipHop, Funk, Soul, Elektropop und Singer/Songwriter zu hören sein. Die Bands kommen zum Teil wieder aus der Region.

Bei der Premiere 2018 hatten die Besucher viel Spaß auf dem Festival, das in diesem Jahr am 7. Juni beginnt.
Bei der Premiere 2018 hatten die Besucher viel Spaß auf dem Festival, das in diesem Jahr am 7. Juni beginnt. | Bild: Veranstalter/ Alex Schuster

Liebe als Währung beim Rahmenprogramm

Auch ein DJ-Zelt wird es geben, hier stammen laut Johannes Knott sämtliche DJ-Künstler aus den eigenen Reihen. Für die Verpflegung stehen vier Food-Trucks parat. Auch an ein Rahmenprogramm haben die Veranstalter gedacht: Breakdance, Yoga, Graffiti und Tape-Art sind im Angebot. Bezahlt wird nicht mit Euro, sondern, wie sollte es anders sein, mit Liebe – der Wechselkurs ist 1:1.

Verbesserte sanitäre Anlagen

Eine Neuerung wird es in Bezug auf die sanitären Anlagen geben. Wo im vergangenen Jahr noch mobile Klos aufgestellt wurden, sollen nun zwei Container mit fließendem Wasser und 28 Toiletten für mehr Komfort sorgen, erzählt Johannes Knott.

Genehmigungen der Behörden liegen vor

Am Veranstaltungsort Hüttenbühl bei Herdwangen-Schönach wollen die Organisatoren festhalten. Im Dezember hatte auf dem Gelände eine Aktion stattgefunden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Dabei wurden Totholz und morsches Geäst entfernt. Was die Behördengänge angeht, sind die Veranstalter laut Johannes Knott gut organisiert: Genehmigungen von Landratsamt, Feuerwehr und Straßenverkehrsbehörde lägen bereits vor, auch die Landwirte seien wieder mit im Boot. Ein Pächter stelle eine zusätzliche Fläche zur Verfügung, sodass der Caravan-Platz nun größer sei. Es bleibe aber bei 50 Caravan-Tickets, die auch schon fast alle vergriffen seien.

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Unterstützung in der Bevölkerung und im Gemeinderat ist groß

Glücklich ist das "Kartell" über die positive Resonanz und Unterstützung aus der Bevölkerung sowie aus dem Gemeinderat, der sich im Dezember mit großer Mehrheit für eine Wiederholung des Festivals ausgesprochen hatte.

Seepark als Veranstaltungsort ist keine Option

Den Seepark Pfullendorf nach dem Aus für das Reggae-Festival "Keep it real" als Veranstaltungsort in Erwägung zu ziehen, sei für das "Kartell der Liebe" keine Option. Denn die Premiere in Herdwangen sei so prima gelaufen und die Kooperation mit allen Beteiligten habe einwandfrei geklappt. Es habe auch Nachbesprechungen mit dem Roten Kreuz, der Feuerwehr, Polizei und dem Sicherheitsdienst gegeben.

Festival soll in einem überschaubaren Rahmen bleiben

Die strengen Einlasskontrollen werden auch beim zweiten Festival stattfinden, denn die Veranstalter wollen weder Waffen noch Drogen auf dem Gelände haben. "Hier geht es uns um die Sicherheit der Besucher", so Knott. Einlass ist ab 16 Jahren. Wer noch nicht volljährig ist, benötigt einen Partypass. Dann gibt es einen U18-Bändel fürs Handgelenk. Minderjährige müssen um Mitternacht das Festival verlassen, können aber auf dem Campingplatz übernachten. Die Veranstalter halten auch am begrenzten Kartenkontingent fest. Das heißt, es werden nicht mehr als 1500 Eintrittskarten verkauft, um das Festival in einem überschaubaren Rahmen zu halten.