Die Dorfhockete in Herdwangen war von der Sonne verwöhnt, so sehr, dass die Schattenplätze unter dem Fallschirm hinter der Bundschuhhalle ein heiß begehrtes Gut waren. "Für nächstes Jahr müssen wir wohl einen größeren Fallschirm organisieren", sagte Eselohren-Präsident Hubert Baur beim Frühschoppen, der vom Musikverein Liggersdorf musikalisch eröffnet wurde. Um die Mittagszeit waren die Bänke fast alle belegt.

Kleider, Bücher, Spielzeug, Hausrat und vieles mehr gab es beim bunten Flohmarkt rund um das Rathaus zu entdecken.
Kleider, Bücher, Spielzeug, Hausrat und vieles mehr gab es beim bunten Flohmarkt rund um das Rathaus zu entdecken. | Bild: Kirsten Johanson

Am Samstag hatte der Narrenverein Eselohren die Bewirtung übernommen, am Montag war es der Musikverein. Die Leute im Service hatten alle Hände voll zu tun, denn bei der Hitze war der Durst groß. Sie flitzten mit Tabletts voller Pommes, Steaks, Maultaschen und Currywurst herum, um die Festgäste zu bedienen.

Reges Treiben beim Flohmarkt

Beim Flohmarkt herrschte bereits ab 11 Uhr reges Treiben, das erst abflaute, als es so richtig heiß wurde. Ob eine lebensgroße Dogge aus Kunststoff, Krauthobel, Bettflasche, Münzsammlung, Katzenkorb, Flotte Lotte oder nostalgisches Porzellan – es gab jede Menge "Kruscht und Krempel" zu entdecken.

Kleider, Bücher, Spielzeug, Geschirr und vieles mehr gab es auf dem bunten Flohmarkt rund um das Rathaus zu entdecken.
Kleider, Bücher, Spielzeug, Geschirr und vieles mehr gab es auf dem bunten Flohmarkt rund um das Rathaus zu entdecken. | Bild: Kirsten Johanson

Der Flohmarkt gehört zu den Attraktionen der Dorfhockete. Karin und ihre Tochter Julia aus Göppingen waren zum ersten Mal dabei. "Am Vortrag waren wir auf dem Flohmarkt in Markdorf und haben dann in Illmensee übernachtet, das ist ein bisschen wie Urlaub. Wir mögen die Leute hier! Mein persönliches Lieblingsstück ist die Bleikristall-Karaffe für "Kalte Ente" mit Eiswürfeleinsatz aus den 40er/50er Jahren. Der Nachlass meiner Großtante war der Auslöser für meine Flohmarktleidenschaft", erzählte Karin.

Karin aus Göppingen mit ihrem Lieblingsstück, einer Karaffe aus Bleikristall, in der "Kalte Ente" serviert wurde.
Karin aus Göppingen mit ihrem Lieblingsstück, einer Karaffe aus Bleikristall, in der "Kalte Ente" serviert wurde. | Bild: Kirsten Johanson

Jörg, zum dritten Mal als Verkäufer dabei, lobte die Atmosphäre. "Ich komme gerne wieder!" Bernd Mundorff aus Schramberg brachte vor allem Gegenstände aus Haushaltsauflösungen an Mann und Frau. Schon um 5 Uhr in der Früh hatte er seinen Stand aufgebaut. "Das Flair und die Leute sind super", stellt er fest. Johann aus Ernatsreute, der Mann mit dem Zylinder auf dem Kopf, brachte es auf den Punkt: "Dorfflohmärkte sind immer besser als Stadtflohmärkte. Nicht zu stressig, alles piano!"