Rund 200 Besucher waren zu dem gemeinsamen Konzert der Staufer-Bigband und der Lautenbacher Blaskapelle in die Dorfgemeinschaft Lautenbach gekommen. Der anhaltende Applaus am Ende, der auch nach zwei Zugaben nicht abbrach, zeigte, was die Lautenbacher und die Schüler des Staufer-Gymnasiums beim Publikum ausgelöst hatten: Begeisterung.

Was die beiden Gruppen – trotz aller Unterschiedlichkeiten – eint, ist die Begeisterung und Leidenschaft für Musik. Und, was bei einem Konzert vielleicht noch viel wichtiger ist, sie verstehen es, auch das Publikum für ihre Musik zu begeistern.

40 Schüler in der Bigband

Insgesamt 65 Musiker präsentierten am Freitag ein buntes Programm mit Werken von Ludwig van Beethoven über Latin-Stücke bis hin zu Peter Gunn von Henry Mancini. Die Staufer-Bigband unter der Leitung von Berthold Schreiber und Timo Fritsch besteht aus 40 Schülern der Klassenstufen fünf bis zehn. 2012 entstand die Bigband aus dem Projekt der Bläserklasse der fünften und sechsten Klasse.

Lautenbacher Blaskapelle 1985 gegründet

Seit 1985 gibt es die Lautenbacher Blaskapelle, die von Jean Christophe Klockenbring geleitet wird. Die Gruppe besteht aus 25 Musikern, darunter Mundharmonikaspieler und Didgeridoospieler. Ein weiterer Leiter der Kapelle ist der Karlsruher Musiker Jos Rinck, der die Gruppe seit 2011 mit der Querflöte unterstützt. Ebenfalls zu den Mitgliedern gehört Andreas Haslacher, ein Absolvent der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim.

Bereits im Oktober 2018 präsentierten die Musiker ihr erstes Gemeinschaftskonzert im Staufer-Gymnasium in Pfullendorf. Und schon kurz danach stand fest, dass ein solches Projekt wiederholt werden soll.

Ungewöhnliche Mischung

Schon beim ersten Stück des Gemeinschaftskonzerts wurde klar, was das Zusammenspiel der beiden Gruppen so besonders macht: Was mit dem Herzschlag der Lautenbacher beginnt, endet mit dem Partyrock der Bigband. Eine ungewöhnliche Melange, die jedoch sehr gut funktioniert. „Wir improvisieren sehr viel und wir haben versucht, das der Bigband zu vermitteln,“ erzählte Jos Rinck von den gemeinsamen Proben.

Gestaltung aus dem Moment heraus

Und auch Musiklehrer Berthold Schreiber bestätigte dies: „Die Lautenbacher spielen frei und impulsiv, was die Schüler so noch nicht kannten. Die Besonderheit der Lautenbacher ist die Gestaltung aus dem Moment heraus.“ Diese Art des Musizierens zog das Publikum in seinen Bann und animierte zum Mitmachen. Etwa bei dem Stück Caravan von Duke Ellington, bei dem die Zuhörer im Takt mit klatschten.