Blue360 heißt die Panoramaplattform des Überlinger Fotografen Achim Mende. 100 Destinationen in der Region hat Mende bereits abgelichtet, das heißt, mit moderner Technik Panoramafotos und Drohnenaufnahmen gemacht und ins Internet gestellt. „Ein interaktives Erlebnis ohne Werbung, ohne Kommentar“, erklärte er. Nun stellte er seine Arbeit im Gemeinderat vor.

Fotograf Achim Mende mit seiner Kamera, die mit 36 Linsen Panoramabilder erstellt.
Fotograf Achim Mende mit seiner Kamera, die mit 36 Linsen Panoramabilder erstellt. | Bild: Kirsten Johansonl

Beim Eulogiusfest in Aftholderberg war Mende kürzlich aktiv und hat Bilder gemacht, die er dem Gremium präsentierte. Denn: Mende bietet an, auch für Herdwangen-Schönach eine virtuelle Panoramatour zu erstellen. „Einheimische und Gäste können die Gemeinde völlig neu erleben und erkunden“, sagt der Fotograf. Gemeinden wie Pfullendorf, Heiligenberg oder Salem können bereits virtuell besucht werden.

Kamerakugel fängt Bilder mit 36 Linsen ein

Mendes Kamerakugel fängt die Bilder mit 36 Linsen ein, hinzu kommen Drohnen-Aufnahmen aus der Luft. Die Panoramabilder setzen sich aus bis zu 50 Einzelaufnahmen zusammen. Der Betrachter am Computer kann mit der Maus die hoch aufgelösten Bilder in alle Richtungen drehen, wenden und heranzoomen und erhält die Möglichkeit, sich virtuell an die verschiedensten Orte zu versetzen, sei es die Bergstation auf dem Säntis, die Klosterkirche Birnau oder das Dampfschiff Hohentwiel. Schöne Landschaftaufnahmen wechseln sich ab mit Bildern von Veranstaltungen wie etwa auf der Seebühne in Bregenz. „Und das alles ohne App, ohne Programm und für den Nutzer leicht zu bedienen“, schwärmte Mende. „Wir betreten touristisches und fotografisches Neuland. Es eröffnen sich vollkommen neue Sehgewohnheiten.“ Das Erlebnis sei noch eindrucksvoller, wenn man sich das ganze mit Virtual-Reality-Brille ansehe.

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Leidenschaftliche Präsentation des Fotografen

„Ich finde das ungemein spannend“, sagte Bürgermeister Ralph Gerster und auch die Räte ließen sich von der leidenschaftlichen Präsentation des Fotografen überzeugen. Mit zwei Enthaltungen beschloss der Gemeinderat, Mende mit der Erstellung des Internetauftritts „Herdwangen-Schoenach360“ zu beauftragen. Bis spätestens im Herbst des Jahres soll das Projekt abgeschlossen sein. Es fallen Kosten in Höhe von 7500 Euro an.

Der Rheinfall.
Der Rheinfall. | Bild: Achim Mende

Auch ein Imagefilm gehört zum Paket

Zum Paket gehört neben 40 sogenannten „Hotspots“ auf der gesamten Gemarkung ein fünfminütiger Drohnenfilm. „Sie erhalten damit einen zeitgemäßen Imagefilm in emotionaler Darstellungsform.“ Herdwangen-Schönach könne für sich als Gewerbestandort werben oder potenzielle Urlauber von der Attraktivität der Gemeinde überzeugen. Gerade Letzteres sei nicht zu unterschätzen, auch wenn Herdwangen-Schönach keine typische Tourismusdestination sei.

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Wie steht es ums Thema Datenschutz?

Sebastian Blender wollte hinsichtlich des Datenschutzes wissen, inwieweit die Bilder retuschiert würden. „Was passiert, wenn beispielsweise jemand auf dem Liegestuhl im Garten abgebildet und damit nicht einverstanden ist?“ Mende wies darauf hin, dass er die Bilder retuschieren könne.

Der Überlinger Hänselejuck zum virtuellen Nacherleben: Solche Aufnahmen wie hier an der Ecke Franziskaner-/Christophstraße produziert Achim Mende, bevor er sie als 360-Grad-Panorama ins Internet stellt.
Der Überlinger Hänselejuck zum virtuellen Nacherleben: Solche Aufnahmen wie hier an der Ecke Franziskaner-/Christophstraße produziert Achim Mende, bevor er sie als 360-Grad-Panorama ins Internet stellt. | Bild: Achim Mende

Die Drohne, erklärt Achim Mende, müsse bei Luftaufnahmen eine Mindesthöhe von 100 Metern einhalten. „Man sieht nicht mehr als bei Google Earth.“ Niemand müsse befürchten, dass etwas Nachteiliges zu sehen sein könne. „Die Bilder werden überprüft und ich trage die Verantwortung für das Bildmaterial.“

http://www.herdwangen-schoenach360.de

www.blue360.eu

Die Insel Mainau.
Die Insel Mainau. | Bild: Achim Mende
Die Weinlagen bei der Birnau.
Die Weinlagen bei der Birnau. | Bild: Achim Mende