Der 11.11. ist beim Narrenverein Berggeister Aftholderberg jedes Jahr das Datum der "Abrechnung". In rekordverdächtigen 45 Minuten wurden die Regularien unter der Leitung von Narrenpräsidentin Barbara Pudimat abgearbeitet. Annette Schatz konnte den anwesenden Frauen berichten, dass der Aftholderberger Weiberball im Jahr 2019 wieder stattfinden wird. Die neue Weiberball-Crew freut sich bereits auf die Veranstaltung am 21. Februar.

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Der Weiberball fand 18 Jahre lang im Frieden in Aftholderberg statt und davor wurde er rund 20 Jahre lang im Pfarrheim in Aach-Linz vom dortigen Bastelkreis veranstaltet. Anfang 2018 musste Maria Lorenz (alias Maria Laurenzia, Mitglied der Gymnastikgruppe Aftholderberg und treibende "Weiberball"-Kraft, das Ende dieses einmaligen Balls verkünden. "Mit mittlerweile 83 Jahren war es mir einfach nicht mehr möglich, die Organisation des Weiberballs durchzutragen, zumal sich auch die Musikgruppe Korgis, die uns jahrelang beim Ball musikalisch unterhalten hat, aufgelöst hatte", erzählte Maria Lorenz kürzlich bei einem Termin.

Freude über Fortsetzung ist groß

Sie freue sich riesig, dass sich ein Organisationsteam beim Narrenverein gefunden habe, das diese Tradition fortführen will. Insgeheim habe sie immer die Hoffnung gehabt, dass sich noch jemand findet, der die Weiberfasnacht liebt und den Mumm zur Planung und Umsetzung hat. "Der Weiberball war und ist der Höhepunkt für die Frauen in unserer Fasnacht. Und wir sorgten immer für einen Rekordumsatz an Mineralwasser im Frieden", sagt Maria Lorenz.

"Unsere Omas sind schon auf den Weiberball gegangen"

Jessica Möhrle über das Engagement der Berggeister für den Weiberball. Annette Schatz, Jessica Möhrle, Anja Keller, Katja Schumacher und Yvonne Labudda haben im Frühjahr die Initiative "Rettet den Weiberball" gestartet.

Wieso engagieren sich die Berggeister für den Weiberball?

Wir, die Frauen des Narrenvereins Berggeister, sind fast alle in der Gemeinde Herdwangen-Schönach geboren. Unsere Omas und Mütter sind schon auf den Weiberball gegangen und auch wir haben ihn gerne besucht. Die Stimmung, wenn Frauen miteinander feiern, ist immer wieder unbeschreiblich und geprägt von Spaß, Freude und Gemütlichkeit. Wir engagieren uns einerseits aus persönlichem Interesse, andererseits aufgrund der großen Nachfrage der Frauen aus den umliegenden Orten und Vereinen.

Wieso hatte die Initiative "Rettet den Weiberball" so schnell Erfolg?

Viele Frauen aus den umliegenden Ortschaften und Vereinen haben es sehr bedauert, dass es 2018 keinen Weiberball gab. Manche Frauen konnte es damals nicht glauben, als sie von der Absage des Weiberballs im SÜDKURIER lasen. Ganz oft wurden wir Mädels des Narrenvereins Berggeister auf den Weiberball angesprochen. Der Erfolg der Initiative "Rettet den Weiberball" lag natürlich auch am guten Ruf des Weiberballs, der bis 2017 von der Gymnastikgruppe Aftholderberg, unter der Regie von Maria Lorenz (alias Maria Laurenzia) veranstaltet wurde.

Was sind die Gründe für das Engagement des Narrenvereins Berggeister als Veranstalter?

Barbara Pudimat, Vorsitzende des Narrenvereins Berggeister, und Stellvertreter Markus Dittmer konnten wir ohne Probleme von unserer Idee, den Weiberball zukünftig unter der Regie des NV Berggeister zu veranstalten, begeistern. Als Aftholderberger Verein leistet der Narrenverein mit dieser Zusage einen wichtigen Beitrag zum Erhalt dieses Traditionsballs, denn die Aufgaben können auf mehrere Schultern verteilt werden und die Organisation ist für die nächsten Jahre gesichert. Auch Maria Lorenz sagte dem neuen Team die Unterstützung zu und so konnten wir das Gasthaus Frieden in Aftholderberg wieder für den Weiberball reservieren. Am 21. Februar 2019 um 19.59 Uhr geht’s dann endlich wieder rund im Frieden mit lauter närrischen Weibern. Naja – und zwei Männern (Kassierer Michael Zeh und Musikant Rainer Hospach) werden auch dabei sein.

Fragen: Veronika Treubel