Mit Kürbissen, Kastanien, buntem Laub, Vogelscheuchen und vielen bunten Strohdrachen hatten die 40 Mitglieder der Musikkapelle rund um die weibliche Doppelspitze von Sabrina Haak und Sonja Befurt die Ramsberghalle herausgeputzt. Die großen Panoramafenster sorgten zusätzlich für prächtige Herbststimmung mit vielen Sonnenstrahlen und dem wunderschönen Blick auf die herbstlich-bunten Laubbäume rund um die Halle. Das musikalische Zepter hatte am Vormittag bei Gottesdienst und Frühschoppen der Musikverein Bermatingen in der Hand. "What a feeling!" – Sängerin Anna Reisch riss mit ihrer schönen Stimme die Zuhörer mit. Ob Marsch, Pop oder Schlager – für jeden Musikfan hatten die Bermatinger etwas im Repertoire. Dafür gab es immer wieder tosenden und lang anhaltenden Applaus.

Im Foyer der Halle informierten Musikkapelle und Jugendkapelle Alhegro (Aach-Linz, Herdwangen, Großschönach) über ihr Engagement. Steffi und Thomas Schuckert bestaunten mit ihren Kindern Nils und Jette die Bilder von Auftritten der Musiker, etwa beim Eulogiusritt in Aftholderberg, beim Kreismusikfest in Ablach und beim Kurkonzert in Hagnau. Sie spiegeln die harmonische Stimmung im Verein wider. Für Familie Schuckert gehört der Besuch des Kirbefests einfach dazu. "Uns gefällt vor allem die schöne Musik", sagt Mama Steffi.

Vorsitzende Sabrina Haak freute sich über das große Engagement der Vereinsmitglieder bei der zweitägigen Kirbe. "Fast alle und auch einige Externe helfen mit", erzählt sie. In diesem Jahr wurden neben der beliebten Kirbe-Wurst und dem Schinken erstmals auch die neue Kirbe-Kürbis-Suppe serviert, die gut ankam bei den Gästen. Die weibliche Doppelspitze bei der Musikkapelle funktioniere gut, verrät Sabrina Haak. "Wir haben die Männer im Griff", lacht sie. Erzählt wurde gestern auch über die Kirchweih in früheren Zeiten. Für den SÜDKURIER erinnert sich Robert Streicher aus Aftholderberg-Egg an seine Kindheit. Damals sei das Schönacher Fest noch nicht gefeiert worden. "Für uns ging es immer zum Kirbemarkt nach Pfullendorf", erinnert er sich. Zuvor hatten sich die Kinder durch Kartoffellesen das sogenannte Kirbegeld verdient, das sie dann vor allem auf dem Rummelplatz des Markts verprassen durften. "Karussell, Schießbude und Zuckerwatte waren sehr beliebt", blickt Robert Streicher gerne zurück. Heute genießt er mit seiner Frau das gute Essen beim Kirbefest in Großschönach.

Feierabendhock

Am Montag, 16. Oktober, findet die Kirbe in Großschönach in der Ramsberghalle ihren Abschluss. Ab 17.30 Uhr findet der Feierabendhock statt mit Saumagen-Essen und Musik der Rentnerband Ennetach. Ab 19.30 Uhr sorgt Karo-Blech für Stimmung. (slo)