Das Eulogiusfest zur Feier des Patroziniums des Kirchenpatrons St. Eulogius ist alljährlich ein prächtiges und großes Ereignis für Bürger und Gäste. Veranstalter sind die Pfarrgemeinde Aftholderberg, der Reitverein St. Eulogius und die Gemeinde Herdwangen-Schönach.

Der Reit-und Fahrverein Aach-Linz nahm mit blumengeschmückten Pferden und herausgeputzen Reitern am 161. Eulogiusfest teil.
Der Reit-und Fahrverein Aach-Linz nahm mit blumengeschmückten Pferden und herausgeputzen Reitern am 161. Eulogiusfest teil.

"Für uns alteingesessene Aftholderberger ist es ein wirklicher Festtag und gehört einfach zum Jahreslauf", beschreibt der Aftholderberger Lothar Spresser. Durch das Fest soll dem Kirchenpatron die Ehre erwiesen und dessen Kraft und Segen erbeten werden. Rund 1000 Gäste säumten den Straßenrand.

Rund 1000 Gäste kamen zum 161. Eulogiusfest nach Aftholderberg und feierten den Gottesdienst mit.
Rund 1000 Gäste kamen zum 161. Eulogiusfest nach Aftholderberg und feierten den Gottesdienst mit.

Angeführt vom Musikverein Großschönach holten Rittmeister, Zugführer und Begleitung die Geistlichkeit bei der Kirche ab und übernahmen die Reiterstandarte. Diese überreichte Manfred Möhrle vom Gemeindeteam Aftholderberg an Tobias Roth vom Reitverein St. Eulogius. Die zehnjährige Justina Heun aus Sohl war erstmals als Ministrantin mit ihrem Isländer "Celine" dabei und "etwas aufgeregt", wie selbst bekundete.

Die Hohenzollern-Kürassiere bei der Reiterprozession.
Die Hohenzollern-Kürassiere bei der Reiterprozession.

Die Büste des Heiligen Eulogius mit den Reliquien trugen Carina, Miriam, Celestine und Thorben. Anschließend zog die Reiterprozession mit 140 Pferden und Reitern des Reitvereins St. Eulogius und der Landjugend Aftholderberg, der Blutreiter Hoßkirch, des Reit-und Fahrvereins Hitzkofen-Bingen, der Reitervereinigung Wald-Ruhestetten, der Blutreiter Hohentengen, der Reitvereine Herdwangen-Spießhof, des Reit- und Fahrvereins Aach-Linz und der Hohenzollern-Kürassiere durch die Triumphbögen und die mit Fahnen und Wimpel geschmückten Straßen und Häuser in Aftholderberg ein.

Rund 1000 Gäste säumten die Straßen beim 161. Eulogiusfest.
Rund 1000 Gäste säumten die Straßen beim 161. Eulogiusfest.

Sie wurden dabei von den Mitgliedern der Musikvereine Großschönach, Wald, Herdwangen, Aach-Linz und der Stadtmusik Pfullendorf begleitet. "Zum Paraderitt, marsch!", forderte Rittmeister Stefan Jäger auf. Gruppenweise positionierten sich die Reiter mit ihren, mit Blumen geschmückten Pferden am Fuß der ansteigenden Festwiese gegenüber der Pfarrkirche.

Die Festpredigt beim 161. Eulogiusfest hielt Dr. Winfrid Keller. Vorne ist die Büste des Heiligen Eulogius mit den Reliquien zu sehen.
Die Festpredigt beim 161. Eulogiusfest hielt Dr. Winfrid Keller. Vorne ist die Büste des Heiligen Eulogius mit den Reliquien zu sehen.

"Ganze Eskadron stillgesessen", befahl der Rittmeister zur Pferdesegnung, die Festprediger Pfarrer Winfrid Keller, Spiritual und Schülerseelsorger in der Heimschule Kloster Wald, durchführte. Und die Besucherreaktionen fielen übereinstimmend aus: "Es ist ein beeindruckendes Erlebnis", strahlten Ingrid Deutschenbauer aus Illertissen und Veronika Mangold aus Heiligenberg-Unterrehna. "Wunderschön. Es ist alles so stimmig, feierlich und festlich", zeigten sich Gisela und Josef Heißel aus Gammertingen-Feldhausen überwältigt. Den Festgottesdienst auf einer Freiluftbühne vor der Pfarrkirche konzelebrierten Winfrid Keller, Pfarrer Josef Maurer und Pfarrer i.R. Willi Kirchmann. In seiner Festpredigt unterstrich Winfrid Keller, dass der Heilige Eulogius nicht von Anfang an Bischof und Verkünder des Glaubens gewesen sei. "Eulogius war Schmied", unterstrich er und ging auf die Legende ein, wie Eulogius einem widerspenstigen Pferd beim Beschlagen einfach das Bein abnahm, das Pferd seiner Störrigkeit überließ, in aller Ruhe beschlug, und das Bein wieder ansetzte und heilte. Auch in Menschen könnten Kräfte sein, die zur Selbstzerstörung führen, sich selbst und der Gemeinschaft schaden. Der Festprediger fragte, woher solche Kräfte kommen und mahnte zum verantwortungsvollen Umgang mit Freiheit, Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Beim gemütlichen Beisammensein rund um das Gasthaus Frieden klang das Eulogiusfest aus.

Pfarrer Josef Maurer, Leiter der Seelsorgeeinheit Wald hoch zu Pferde.
Pfarrer Josef Maurer, Leiter der Seelsorgeeinheit Wald hoch zu Pferde.
Rittmeister Stefan Jäger vom Reitverein St. Eulogius gibt das Kommando.
Rittmeister Stefan Jäger vom Reitverein St. Eulogius gibt das Kommando.