"Die Entscheidung dazu, ist über lange Zeit gereift", sagt Kölschbach. Begonnen habe dieser Prozess, nachdem der Buchheimer Gemeinderat sich dazu entschieden hatte, aus der bislang ehrenamtlichen eine hauptamtliche Stelle werden zu lassen. Schon bevor die Kandidatur der beiden anderen Bewerber bekannt wurde, habe er sich dann mit dem amtierenden Bürgermeister Hans Peter Fritz in Verbindung gesetzt, berichtet der 50-Jährige. "Er hat mir alles gezeigt und erklärt. Das war mir wichtig", sagt der Stadtbaumeister, der die Entwicklung Buchheims auch schon über die vergangenen Jahr mitverfolgt hat und der den langjährigen Buchheimer Bürgermeister auch schon vor seinem Anruf persönlich kannte.

Er finde es faszinierend, wie eine kleine Gemeinde wie Buchheim so vorausschauend agiert, begründet Kölschbach seine Entscheidung, seinen Hut in den Ring um die Bürgermeisterstelle geworfen zu haben. Dabei nennt Kölschbach die Teilnahme am Melap-Projekt sowie den jüngsten Bürgerworkshop zur Flächen- und zur Innenentwicklung. "Das gibt ein Grundgerüst, auf dem man aufbauen kann." Der Titel "Gutes bewahren, Zukunft gemeinsam gestalten", der für den Workshop ersonnen worden war, treffe den Nagel auf den Kopf, sagt er. Und unter dieses Motto würde er auch gerne seine Arbeit als Bürgermeister stellen, sofern er denn gewählt werden würde.

Für die Stelle bringt der mehrfache Familienvater über 20 Jahre Verwaltungserfahrung mit Stationen in Tuttlingen, Rottweil, Donaueschingen und Meßkirch mit. Mit seinem Alter von 50 sei er an einem Punkt gekommen, bei dem er sich Gedanken darüber gemacht habe, ob er in dem Beruf als Stadtbaumeister, den er sehr gerne ausübt, weiter bleiben oder etwas neues machen möchte. Gemeinsam mit seiner Familie sei er zu dem Schluss gekommen: "Wenn ich jetzt nicht probiere, ärgere ich mich später." An dem Beruf des Bürgermeisters reize ihn die Vielfältigkeit der Aufgaben und die hohe Verantwortung, die mit dieser Position einhergeht. Bei Buchheim habe ihm sein Bauchgefühl gesagt: "Das passt", sagt Kölschbach, der seit 1997 in Emmingen-Liptingen lebt und in seiner Freizeit als Fußball-Schiedsrichter aktiv ist.

Neben der Kandidatenvorstellung am Montag, der seiner Meinung ein sehr wichtiger Tag werden wird, sei er auch noch anderweitig aktiv, um sich in der Gemeinde bekanntzumachen. So habe er Kontakt zu Gemeinderäten, der Bürgermeisterstellvertreterin und auch zu Vereinsvertretern aufgenommen. Denn: "Vereine sind sehr wichtig und in Buchheim gibt es ein reges Vereinsleben", sagt Kölschbach. Vor der Wahl wolle er in der Gemeinde auch von Haus zu Haus gehen, um sich den Bürgern vorzustellen.

Die Vorstellung

Die Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters in Buchheim stellen sich am kommenden Montag, 18. September, 19.30 Uhr im Bürgerhaus Buchheim offiziell vor, das hatte der Gemeinderat so beschlossen. Neben Thomas Kölschbach kandidieren auch Claudette Kölzow und Raymond Mario Huber für die Nachfolge von Hans Peter Fritz, der dieses Amt 40 Jahre lang ehrenamtlich ausfüllte. Gewählt wird das neue Buchheimer Gemeindeoberhaupt dann am Sonntag, 8. Oktober. (mos)