Über 28 Jahre unterrichtete Marianne Binder an der Grundschule Buchheim. Davon hatte sie nahezu zwölf Jahre die Schule kommissarisch geführt. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Familie, dies brachte Margaretha Moser in ihrer Ansprache zum Ausdruck. Es folgten Schülerbeiträge mit Gedichten und Liedern. Jeder Schüler übergab Marianne Binder einen Blumengruß.

Die Geschwister Emily und Timo Kiene spielten mit ihren Akkordeons. "Das war herzerfrischend", lobte Schulrat Stephan Wohlgemuth vom staatlichen Schulamt Konstanz. Er berichtete über den erfolgreichen pädagogischen Lebensweg von Marianne Binder. Viel Büroarbeit habe ein Schulleiter zu bewältigen. Dass Marianne Binder in Buchheim die Stelle kommissarisch zwölf Jahre geführt habe, verdiene großen Dank und Anerkennung des Schulamts, sagte Stephan Wohlgemuth. Ihr Amt habe Binder sehr gewissenhaft geführt, gegenüber Eltern habe sie stets ein offenes Ohr gehabt. Von 1978 bis 1989 hatte Marianne Binder an der Grundschule Neuhausen ob Eck unterrichtet, danach in Buchheim.

Für die "gute und erfolgreiche Wertevermittlung in der Grundschule" bedankte sich Bürgermeister Hans Peter Fritz bei der beliebten Pädagogin. "Leider gehen Werte immer mehr verloren" sagte Fritz, dies sei in der Politik und in der Kirche festzustellen. Er bedauerte sehr den Wegfall der Grundschulempfehlung. Für die Seelsorgeeinheit Egg bedankte sich Gemeindereferentin Marlies Kießling bei Marianne Binder. Elternbeiratsvorsitzender Martin Holzenthaler lobte die gute Zusammenarbeit, er selbst war einst noch Schüler bei Marianne Binder. "Es war eine schöne Zeit", sagte Holzenthaler. "Wir werden deinen Rat und Tat sehr vermissen", sagte Conny Locher stellvertretend für das Lehrerkollegium.

Rektor i.R. Anton Kille lag es am Herzen, sich bei Binder herzlich zu bedanken "für 13 Jahre sehr gute Jahre". In den insgesamt 28 Jahren komme Binder auf 5600 Schultage, für diesen Dienst seien 91 000 Kilometer von ihrem Wohnort Schwandorf nach Buchheim zusammengekommen, rechnete Kille vor.

Das Schlusswort hatte Marianne Binder: "Ich habe mich in Buchheim immer wohlgefühlt." Den Lehrerberuf vergleicht sie mit dem eines Kapitäns: Man müsse stets einen guten Kurs finden. Mit einem kleinen Imbiss endete die Abschiedsfeier.