Am Gasthaus zum Freien Stein haben die Radler fortan die Möglichkeit, ihr E-Bike kostenlos zu laden und eine kleine Pause einzulegen, denn dort sei die Ladestation angebracht und es könne das notwendige Ladekabel gegen Pfand ausgeliehen werden, sagt Bürgermeisterin Claudette Kölzow. "Der Freie Stein ist die Einkehrmöglichkeit in Buchheim", stellte die Bürgermeisterin fest. Insofern habe es nahegelegen, dort den Standort der Ladestation zu installieren. Deren Technologie erspare Radlern das Mitführen ihres Ladegeräts. "Lediglich ein vom Hersteller typisiertes Kabel, das Akku und Ladestation miteinander verbindet, ist notwendig." Wer kein Eigenes erworben hat, könne zehn verschiedene Typen im Gasthaus zum Freien Stein gegen Pfand ausleihen. "Es können bis zu vier E-Bikes gleichzeitig geladen werden", sagt die Bürgermeisterin.

Die Ladezeit ist etwa eine Stunde kürzer als bei der Home-Station und bereits nach einer halben Stunde hat man so viel Strom gespeichert, um mindestens zur nächsten Ladestation zu kommen. Da sich ein Bezahlsystem nicht amortisieren würde, wird der Strom an diesen Ladestationen kostenlos vom Gasthaus zum Freien Stein zur Verfügung gestellt. Künftig sollten die Besucher des Donauradwegs über einen Hinweis direkt am Bachtalweg auf die Aussichtsmöglichkeit auf dem Buchheimer Hans hingewiesen werden. Denn durch die immer stärkere Verbreitung der E-Bikes hätten wesentlich mehr Radler die Möglichkeit, von der Donau auf die Höhe zu fahren. "Wir hoffen, dass wir sie auf die Höhe locken können."

Netzwerk gibt Radlern Sicherheit

Gerade das von Donaubergland betriebene Donaubikeland werde durch die E-Mobilität an Attraktivität gewinnen, da die Höhen nun leichter erreichbar sind. Donaubergland-Geschäftsführer Walter Knittel verweist in dem Zusammenhang darauf, dass es 16 Radrouten im Bikeland gibt. Und wie Kölzow fortfährt, binde ein Netzwerk an Ladestationen Gemeinden an den Donauradweg an und gebe den Nutzern die Sicherheit, nicht unterwegs mit leerem Akku liegen zu bleiben. Am Buchheimer Hans werde noch im Laufe dieses Jahres eine Verweilstation mit einer Infotafel eingerichtet, die den Donauradweg mit einem Aussichtsturm auf die Alpen verbinde. "Für dieses Projekt wurde durch den Landschaftspark Junge Donau ebenfalls eine Förderung beantragt und die Gemeinde Buchheim erhält nun einen 50-Prozent-Zuschuss über das Tourismus-Infrastrukturprogramm des Landes."

"Junge Donau erleben." Mit diesem Slogan überschreibe der Landschaftspark Junge Donau ein wichtiges gemeinsames Ziel seiner interkommunalen Zusammenarbeit. Durch gemeinsame Anträge würden über Verwaltungsgrenzen hinweg Aufenthalts- und Erlebnisbereiche geschaffen und der Landschaftspark auf diesem Weg gemeinsam weiterentwickelt.

Sehenswürdigkeiten abseits der Strecke

Donaubergland-Geschäftsführer Walter Knittel aus Tuttlingen verweist darauf, dass Buchheim im aktuellen Prospekt des Donaubikelands bereits in der sogenannten "Königsetappe" mit vertreten ist:

Diese Etappe bringt die Radler aus dem Donautal auf einer Strecke von rund 100 Kilometern bis nach Wilflingen und über Balgheim und Dürbheim wieder zurück nach Tuttlingen. Mit der Eröffnung des Radroutennetzes sollte eine Grundlage für die verstärkte Förderung des Radtourismus und des Radverkehrs im Landkreis und darüber hinaus gelegt werden. Für die diesjährige CMT sei gemeinsam mit der Stadt Donaueschingen zudem ein Flyer entwickelt worden, der den Donauradweg zwischen Donaueschingen und Sigmaringen beschreibt und auf Sehenswürdigkeiten abseits der Strecke hinweist. In der zweiten Auflage, die für den Herbst vorgesehen ist, soll dann auch Buchheim mit seiner neuen Ladestation und dem Aussichtsturm aufgenommen werden. Schätzungen zufolge, würden im Jahr rund 50 000 Menschen den Donauradweg befahren. "Die Strecke zwischen Donaueschingen und Sigmaringen ist dabei eine der beliebtesten und schönsten Strecken." Doch gerade weil es deswegen an manchen Tagen auf dem Radweg eng werden könne, habe es sich angeboten, Strecken auszuarbeiten, die an den Radweg andocken. Im Rahmen des Lena-Förderprojekts sollte die Zahl der bestehenden E-Bike-Ladestationen in diesem Abschnitt von fünf auf 15 erhöht werden.

Informationen im Internet:www.donaubikeland.de