Anja Gabele und Gabriele Mors von der Kornschnalle in Sauldorf boten Kräutertee, Kräutersalz und Gemüsewürze an, die aus einem spannenden Gemeinschaftsprojekt von mehr als 30 Kräuterfachfrauen in Baden-Württemberg stammen, die die Ernten zusammenführen und gemeinsam Kräuterköstlichkeiten herstellen.

In der Holzwerkstatt werden fleißig Schneemänner gebastelt.
In der Holzwerkstatt werden fleißig Schneemänner gebastelt. | Bild: Helmut Stroppel

Die Besucher konnten selbst Räucherkugeln herstellen. Die Kräuter mussten zermörsert werden, einheimische Harze und Gewürze wurden dazugegeben, Honig beigemengt und von Hand eine Räucherkugel geformt. Bei Andrea Bücheler aus Langenhart konnten Bienenwachskerzen hergestellt oder erworben werden. Aus Wachsplatten formten Kinder und Erwachsene individuelle Kerzen und verzierten sie mit Buntwachs.

Auch im Sortiment vom Haus der Natur wird geschaut und gekauft.
Auch im Sortiment vom Haus der Natur wird geschaut und gekauft. | Bild: Helmut Stroppel

Handgewerkeltes aus Edelhölzern, Engel aus Engelland und Kreuze gab es bei Stefanie und Thomas Haug aus Sentenhart. "Es macht großen Spaß, Artikel herzustellen und zu verkaufen, die man sonst nicht sieht", sagte Thomas Haug. Seine Figuren stellt er aus Eibe, Wachholder, Esche, Zwetschge, Kirsche, Robinie und Kreuzdorn her. Seine Frau Stefanie bot Bascetta-Sterne an, die aus 30 Einzelteilen bestehen und nur gesteckt, nicht geklebt werden.

Ausprobieren an den Ständen

Die wandernde Holzwerkstatt von Edeltraud Snackers, an der Schneemänner aus Birkenholzscheiben hergestellt werden konnten, war immer gut besucht. Schon Sechsjährige versuchten sich beim Sägen, Bohren und Verdübeln. Selbstgestrickte Socken und Decken, Quittenbrand und eigene Walnüsse bot Sabine Hagemann an.

Marius (10) und seine Schwester Annika (8) haben mit Edeltraud Snackers Schneemänner aus Birkenholzscheiben gebastelt.
Marius (10) und seine Schwester Annika (8) haben mit Edeltraud Snackers Schneemänner aus Birkenholzscheiben gebastelt. | Bild: Helmut Stroppel

Bei der Initiative Beuroner Filz konnten Groß und Klein mit der Filznadel einheimische Wolle verarbeiten. Ein altes Handwerk, das Weidenflechten, konnte bei Antje Schnellbächer-Bühler ausprobiert werden. Kränze und Herzen waren die Renner, meistens von Frauen geflochten. Wildfrüchte und Wildkräuter verarbeitete Michaela Hagen aus Neuhausen ob Eck zu Sirup, Fruchtaufstrichen, Essig, Kräutersalz und Salben, die sie zum Verkauf anbot.

Nadelfilzen mit der Initiative Beuroner Filz.
Nadelfilzen mit der Initiative Beuroner Filz. | Bild: Helmut Stroppel

Alle Sandbetreiber äußerten sich durchweg zufrieden mit dem Markt. Auch Ute Raddatz, Leiterin des Naturschutzzentrums, zeigte sich sehr zufrieden, das Einzugsgebiet sei größer geworden und das Bewusstsein für regionale Produkte nehme zu.

Auch Räucherkugeln werden hergestellt.
Auch Räucherkugeln werden hergestellt. | Bild: Helmut Stroppel