Damit ist aber nicht nur gemeint, im Indianerkostüm den Wald als große Spielfläche zu entdecken. Von diesem Konsumdenken in Sachen „Natur“ sind Kindergartenleiterin Elisabeth Schmid sowie ihre Mitarbeiterinnen Elke Halder und Tanja Blender deutlich entfernt. Schmid: „Es dreht sich darum, unseren Kindern die Natur mit allen Sinnen zu vermitteln.“

Väter und Mütter wagen sich auf Barfußpfad

Dazu gehört auch eine Freispielzeit auf dem Gelände rund um den Bauwagen. Danach versammeln sich die Waldbesucher in einem täglichen Ritual zu einer Schweigerunde, um die Geräusche wahrzunehmen. Die Kindergartenchefin beschreibt das so: „Wir hören dann auf einmal einen oder mehrere Vögel, ein Zug fährt durch das Tal oder ein Laster bremst auf der steilen Straße nach Kreenheinstetten.“ In den letzten Wochen haben die Kinder einen Barfußpfad angelegt. Am Freitag wagten sich auch Väter und Mütter mit ungeschützten Füßen auf den Weg über Moos, Walderde, Kies, Zweige oder Tannenzapfen.

Selbst gestaltete Tontafeln an einem Baumstamm verzieren, das machen (von links) Juliane, Lisa, Christine und Luka ebenso Freude, wie Beate Dick.
Selbst gestaltete Tontafeln an einem Baumstamm verzieren, das machen (von links) Juliane, Lisa, Christine und Luka ebenso Freude, wie Beate Dick. | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Das Thema "Indianer" war im Kindergarten schon seit der Fasnet aktuell. Dabei kamen, so beschreibt es die Leiterin, viele Ideen zutage, die in der Enge eines Gebäudes nicht zu verwirklichen gewesen seien. Deshalb sei zusammen mit den Eltern die Idee entstanden, das Thema in die sechs Wochen Waldkindergarten einzubinden.