Die Hundehalter in der Donautalgemeinde werden per Hundesteuerbescheid zum ersten Mal seit 2013 wieder stärker zur Kasse gebeten. Statt bislang 72 Euro werden nun 84 Euro fällig. Darauf wies bei der jüngsten Gemeinderatssitzung die für die Beuroner Finanzen verantwortliche Mitarbeiterin der Sigmaringer Finanzverwaltung, Elisabet Weigele, hin.

Mit 72 Euro bisher fast die günstigste Steuer im Landkreis

Bisher lag Beuron mit seiner 72-Euro-Hundesteuer gleichauf mit Bad Saulgau, Ostrach, Schwenningen und Sigmaringendorf im unteren Bereich der im Landkreis Sigmaringen üblichen Steuersätze. Lediglich Krauchenwies war mit seinen 60 Euro für den Ersthund günstiger. Die kreisweit höchste Hundesteuer wird bislang in Meßkirch mit 108 Euro fällig.

900 Euro Mehreinnahmen erwartet

Jeder weitere Donautalhund wird statt bisher mit 144 ab 2020 mit 168 Euro besteuert. Die Zwingersteuer für anerkannte Züchter erhöht sich von 216 auf 252 Euro. Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller erklärte dazu: „Die Zwingersteuer ist immer das Dreifache vom Steuersatz für den ersten Hund.“

Wer einen sogenannten „Kampfhund“ halten will, muss mit 700 Euro rechnen. Das sind 100 Euro mehr, die an die Gemeindekasse zu bezahlen sind, als bisher. Nach den Berechnungen von Elisabeth Weigele erhöhen sich im neuen Jahr die Einnahmen aus der Hundesteuer von rund 5500 auf 6400 Euro.

Verweis auf das Haushaltsrecht

Allerdings machte Weigele deutlich, dass es der Gemeinde bei der Erhöhung nicht in erster Linie um Mehreinnahmen gehe. Ebenso wurden keine Konflikte zwischen Hundehaltern und anderen Donautalnutzern erwähnt. Vielmehr verwies Weigele auf das Haushaltsrecht: „Wenn die Gemeinde wieder Zuschüsse beantragt, muss sie nachweisen, dass sie die ihr zur Verfügung stehenden kommunalen Einnahmequellen voll ausgeschöpft hat.“ Deshalb sei die Erhöhung der Hundesteuer nach sechs Jahren notwendig.

Die Kämmerin rief ihren Zuhörern ins Gedächtnis, die Abgabe der Hundehalter an die Gemeindekasse sei eine Steuer. „Wie bei jeder anderen Steuer hat der Hundehalter keinen Anspruch auf Gegenleistung.“