Die Regularien waren bei der Mitgliederversammlung des Vereins "Aktion Ruinenschutz" im Gasthaus "Zur Mühle" schnell abgehandelt. Im Anschluss ergab sich eine längere Diskussion über die Zukunftspläne. Gut die Hälfte der insgesamt 38 Mitglieder des Vereins waren zur Versammlung gekommen und machten deutlich, dass man sich nicht auf dem Geleisteten ausruhen möchte. Der Verein, der sich um die Pflege und Restaurierung von Ruinen, allen voran der Ruine Falkenstein, kümmert, macht sich Gedanken um zukünftige Aufgaben. Mitglied Günter Henkel erläuterte auf der Versammlung seine Idee eines Felsengartens.

Günter Henkel vom Meßkircher Gartenbauunternehmen ist Mitglied und hat in diesem Jahr die Arbeiten an der Ruine Falkenstein kräftig unterstützt. Er erläuterte in der Versammlung seine Idee von der Anlegung eines Felsengartens. Vor ihm sitzen Siegrfried Gittel und Edgar Hohmann (verdeckt).
Günter Henkel vom Meßkircher Gartenbauunternehmen ist Mitglied und hat in diesem Jahr die Arbeiten an der Ruine Falkenstein kräftig unterstützt. Er erläuterte in der Versammlung seine Idee von der Anlegung eines Felsengartens. Vor ihm sitzen Siegrfried Gittel und Edgar Hohmann (verdeckt). | Bild: Uwe Steinbächer

Pläne müssen mit Denkmalbehörden abgesprochen werden

In diesem Jahr hatten Henkel und seine Auszubildenden kräftig bei den Arbeiten an und rund um die Ruine Falkenstein geholfen. Auch für das kommende Projekte stellte er diese Hilfe in Aussicht. Ausführlich erläuterte er den Vereinsmitgliedern, dass er sich den Felsengarten als "nicht so arbeitsaufwendig" vorstelle. Denkbar sei, den Garten anstelle der bisher zugewachsenen und schwer zu pflegenden Fläche an der Ruine anzulegen. Einig waren sich die Mitglieder darin, dass sich der Verein vor konkreteren Plänen zuerst mit den Naturschutz- und Denkmalbehörden besprechen müsse, um zu verhindern, dass man voreilig etwas investiere.

Pflegearbeiten haben Vorrang

Beisitzer Wolfgang Teyke und der stellvertretende Vorsitzende Hubert Stehle mahnten zur Besonnenheit. Zwar begrüßten sie die den Ansatz, an neue Aufgaben wie etwa einen Felsengarten zu denken. Doch sie erinnerten die Mitglieder auch daran, dass sich die diesjährigen Sanierungsarbeiten an der Südseite der Ruine Falkenstein, bei denen der Mauerausbruch an einem der Rundbögen unterhalb der Treppenrampe repariert wurde, über mehrere Wochen hingezogen hatten. Auch im kommenden Jahr würden sicher wieder notwendige Arbeiten anfallen, die dann Vorrang haben müssten.

Helmut Söllner und Wolfgang Teyke haben dieses Jahr viele Arbeitsstunden auf dem Gerüst verbracht.
Helmut Söllner und Wolfgang Teyke haben dieses Jahr viele Arbeitsstunden auf dem Gerüst verbracht. | Bild: Renate Laschinger

Schließlich einigten sich die Mitglieder auf die Vorbereitungen der notwendigen Arbeiten für 2019. Unter anderem sollen die Einebnungsarbeiten erledigt werden, damit man in Zukunft auf der Fläche leichter mit größerem Gerät arbeiten könne. "Dann sieht man weiter", sagte Wolfgang Teyke.

Verein will Sponsorenring aufbauen

Für die umfangreichen Maßnahmen braucht der Verein Geld. Der Kassenstand ist laut Kassier Paul Lübbers derzeit erfreulich. Die Führungen im Rahmen der Aktion "Kulturlandschaft des Jahres" des schwäbischen Heimatbunds hätten viele Spenden eingebracht. Protokollführer Willi Rößler hatte weitere Ideen für eine solide finanzielle Ausstattung: Der Verein solle Tafeln mit Kontakt- und Spendenadressen sowie QR-Codes aufstellen. Über die Codes könnten sich Interessierte mit ihren Smartphones kurze Videos über die Burg ansehen. Außerdem hoffe er, dass man einen kleinen Sponsorenring aufbauen könne. Die Mitglieder unterstützten diese Ideen.