Dabei war im April eine Radfahrerin von einem Zug erfasst und dabei getötet worden. Die 66-jährige Frau war gegen 14 Uhr beim Talhof mit dem Fahrrad über den dortigen unbeschrankten Bahnübergang gefahren und hatte dabei offenabr einen aus Richtung Sigmaringen heranfahrenden Zug sowie die Lichtsignale am Bahnübergang übersehen. In der Folge wurde sie von dem Zug erfasst.

Auf Initiative der Deutschen Bahn begutachteten nun Vertreter der Gemeinde Beuron, des Regierungspräsidiums Tübingen, der DB, des Eisenbahnbundesamts, des Polizeipräsidiums Konstanz und des Landratsamtes Sigmaringen den Bahnübergang, teilt das Landratsamt mit. Und nachdem der Termin ausgewertet wurde, stehe mittlerweile fest: „Der Unfall war ein tragisches Unglück. Die tödlich verunglückte Frau übersah den herannahenden Zug trotz Andreaskreuz und roter Warnlampe.“ Dennoch sei vom Vertreter des Eisenbahnbundesamts aufgeworfen worden, dass der Talhof in den vergangenen Jahren aufgrund seiner Nutzungsänderung deutlich stärker frequentiert wird und er sich zu einem Eventcenter entwickelt habe, das Veranstaltungen mit bis zu 120 Gästen abhält. Hinzu kämen Parkplätze, Wohnmobilstellplätze und ein E-Bike-Center.

Da inzwischen deutlich mehr Menschen den Bahnübergang nutzten als noch vor einigen Jahren, möchte die Deutsche Bahn nun in die Sicherheit investieren, heißt es seitens des Landratsamts. Der Bahnübergang solle mit Halbschranken gesichert werden. Die Fahrbahn solle so verbreitert werden, dass zwei Autos problemlos aneinander vorbeifahren können. Auf der L 277 solle zudem ein Abbiegestreifen eingerichtet werden, um einen Rückstau von wartenden Fahrzeugen auf der Landesstraße zu vermeiden.

Auch auf der anderen Seite des Bahnübergangs solle die Straße so ausgebaut werden, dass wartende Fahrzeuge den entgegenkommenden Verkehr nicht behindern. Der Bahnübergang ist derzeit mit Andreaskreuzen und einem Rotsignal ausgestattet. „Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, vereinbarten die Beteiligten drei Sofortmaßnahmen.“ Seit dem Unfall im April mache sich der herannahende Zug mit akustischem, weithin hörbarem Signal bemerkbar. Zudem werde der Betreiber des Talhofs die bestehende Hecke entfernen, damit herannahende Züge noch frühzeitiger eingesehen werden können. Außerdem werde der Zug künftig langsamer über den Bahnübergang fahren.