„Ich bin gerne euer Bürgermeister!“ – mit diesem Bekenntnis trat Raphael Osmakowski-Miller am Sonntag vor die rund 60 Gäste im Hausener Rathausgarten. Zuvor hatte Hans-Peter Wolf als Vorsitzender des Wahlausschusses das Ergebnis des Wahlsonntags bekannt gegeben. Bei einer Wahlbeteiligung von 45,2 Prozent entschieden sich 92 Prozent der Wähler für die Fortsetzung der ehrenamtlichen Tätigkeit von Osmakowski-Miller als Rathauschef der Donautalgemeinde Beuron.

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Hans-Peter Wolf berichtete: „Es wurden 227 gültige Stimmen abgegeben. Auf den bisherigen Amtsinhaber entfielen 208 Stimmen. Das sind 92 Prozent.“ Prominentester Gast an diesem Wahlabend war Landrätin Stefanie Bürkle. Im SÜDKURIER-Gespräch erklärte sie: „Bei einer Bürgermeister-Wiederwahl mit nur einem Bewerber liegt die Wahlbeteiligung bei rund 30 Prozent.“ Auch der Umstand, dass mit Raphael Osmakowski-Miller nur ein Kandidat zur Wahl stand, ist aus Sicht der Kreis-Chefin nichts besonders: „Das ist eher die Regel als die Ausnahme.“ Als das Wahlergebnis bekannt gegeben war, sah sich Bürkle in ihrer Einschätzung bestätigt, dass sowohl die Wahlbeteiligung als auch die Zustimmung als ein Zeichen der Anerkennung zu werten sei.

Stefanie Bürkle, Landrätin: „Wahlbeteiligung und Zustimmung sprechen für den Beuroner Schultes.“
Stefanie Bürkle, Landrätin: „Wahlbeteiligung und Zustimmung sprechen für den Beuroner Schultes.“ | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Damit bestätigte sich auch der Eindruck aus den vergangenen Tagen und Wochen vor der Bürgermeisterwahl. Kritische Stimmen waren zumindest öffentlich nicht zu hören. Im Gegenteil kann der seit acht Jahren kreisweit als einziger ehrenamtlich tätige Bürgermeister auf zahlreiche verwirklichte Projekte verweisen. Die Landrätin nannte in ihrem Grußwort unter anderem das Stichwort „Breitband“. Bürkle würdigte es als Erfolg, dass es der Beuroner Rathauschef geschafft habe, eine 90-Prozent-Bezuschussung für den Anschluss der gesamten Gemeinde mit Glasfaser in jedes Haus zu erreichen. Insgesamt bestätigte sie dem nach den ersten acht Jahren wiedergewählten Donautal-Bürgermeister, für eine „Aufbruchstimmung“ in weiten Teilen der Bevölkerung gesorgt zu haben.

Elisabeth Schmid, Hausen i.T.: „Das Wahlergebnis ist eine gute Bestätigung für die geleistete Arbeit.“
Elisabeth Schmid, Hausen i.T.: „Das Wahlergebnis ist eine gute Bestätigung für die geleistete Arbeit.“ | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Osmakowski-Miller war in den letzten Jahren immer wieder durch bis dahin unkonventionelle Ideen für Beuron aufgefallen. Auch bei seiner ersten Rede nach der Wahl zeigte der sonst als Polizist tätige kommunalpolitische Ehrenamtler seine Fähigkeit zu Visionen für das Donautal. Er hält es für realistisch, dass innerhalb der kommenden vier bis fünf Jahre ein zusätzlicher Zughalt in der Dorfmitte von Hausen im Tal eingerichtet werden kann. Mit dem kompletten Anschluss der Gemeinde an die schnelle Datenautobahn und der Optimierung des öffentlichen Nahverkehrs im Tal glaubt der Bürgermeister, die Gemeinde wieder attraktiv für junge Familien zu machen. Gerade in Bezug auf den gegenwärtigen Anschluss von Hausen i.T. an ein Nahwärmenetz erklärte der wiedergewählte Verwaltungschef, dass ohne die Mitarbeit der Bevölkerung und des Gemeinderates nichts zu bewerkstelligen sei.

Monika Blum, Hausen i.T.: „Das ist ein perfektes Ergebnis, über das ich mich sehr freue.“
Monika Blum, Hausen i.T.: „Das ist ein perfektes Ergebnis, über das ich mich sehr freue.“ | Bild: Steinmüller, Hermann-Peter

Wie beliebt Osmakowski-Miller bei vielen Bürgern ist, zeigten die meister älteren Mitglieder des eigentlich aufgelösten Männerchors. Sie gratulierten mit einigen Liedern.