Im Hotel Pelikan in Beuron waren die Mitglieder des Nachbarschaftshilfevereins "Hilfe von Haus zu Haus" zur Jahresversammlung zusammen gekommen. Dabei verabschiedete die Vorsitzende Monika Kohler (Buchheim) ihre wichtigste Mitarbeiterin. Ingrid Reiser aus Schwenningen leitete seit der Gründung 2005 im Rathaus in Schwenningen die Geschäftsstelle des Vereines. "Es war für mich vor vierzehn Jahren eine ganz neue Aufgabe mit vielen Herausforderungen aber auch mit guten und wertvollen Begegnungen", so Ingrid Reiser nach ihrer Verabschiedung. Sie habe immer versucht, faire Gespräche und Lösungen zu finden.

Dieses Trio war seit vierzehn Jahren für den Nachbarschaftshilfeverein der sechs Gemeinden ein gut eingespieltes und verlässliches Team. Vorsitzende Monika Kohler (links) verabschiedete ihre Geschäftsführerin Ingrid Reiser (Mitte) und ihre Stellvertreterin Roswitha Feig.
Dieses Trio war seit vierzehn Jahren für den Nachbarschaftshilfeverein der sechs Gemeinden ein gut eingespieltes und verlässliches Team. Vorsitzende Monika Kohler (links) verabschiedete ihre Geschäftsführerin Ingrid Reiser (Mitte) und ihre Stellvertreterin Roswitha Feig. | Bild: Wilfried Koch

Zuvor hatte die scheidende Geschäftsführerin in ihrem letzten Bericht informiert, dass der Verein inzwischen auf 174 Mitglieder angewachsen sei. Dies seien 102 Einzel- und 72 Familienmitgliedschaften. "Unsere ehrenamtlichen Helferinnen waren im Jahr 2018 in 6794 Stunden im Einsatz und sind 18 527 Kilometer gefahren." Damit verzeichnete man einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 564 Einsatzstunden. Die Geschäftsführerin hat im vergangenen Jahr 603 Abrechnungen an die Hilfesuchenden und 679 Abrechnungen an die Helfer geschrieben. Insgesamt waren in den Gemeinden 54 Helferinnen und fünf Helfer im Einsatz. Durchschnittlich hatte der Verein 56 Einsätze pro Monat.

Dankbarkeit für geleistete Arbeit

Als die Vorsitzende Monika Kohler ihre Geschäftsführerin Ingrid Reiser sowie auch noch ihre Stellvertreterin Roswitha Beck (beide aus Schwenningen) verabschiedete, waren alle drei Damen sichtlich gerührt. "Das Miteinander mit euch Mädels war einfach genial", stellte Roswitha Feig fest und sprach von einer außergewöhnlichen Arbeit im Verein. "Wir sind nur stark, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen", meinte die quirlige Vorsitzende aus Buchheim bereits in ihrer Einführung. Beurons Bürgermeister Raphael Osmakowski-Miller sagte, dass es für den 650 Einwohner zählenden Ort wichtig sei, dass die alten Leute so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung daheim versorgt werden können. Dazu sei er dem Nachbarschaftshilfeverein sehr dankbar.

Vorsitzende Monika Kohler bestätigt

Die Wahlen bestätigten Vorsitzende Monika Kohler (Buchheim), Schriftführerin Susanne Schäfer (Bärenthal), die Kassenprüfer Christian Matters und Helmut Meck (gleichzeitig Homepage-Beauftragter) sowie die Beisitzerinnen Beate Alber (Bärenthal), Monika Blum (Hausen im Tal), Eva Rist (Thalheim und Altheim) und Bruder Burkhard (Beuron), die auch als Ansprechpartner in ihren Gemeinden oder Ortsteilen gelten. Für die ausscheidende Liselotte Wirth wurde Ute Schüle für Leibertingen und Kreenheinstetten gewählt.

Neue Geschäftsführerin Rosina Frick

Ingrid Reiser bleibt als neue Beisitzerin weiterhin für Schwenningen zuständig. Als ihre Nachfolgerin als Geschäftsführerin wurde Rosina Frick aus Irndorf vorgestellt, die weiterhin im Rathaus in Schwenningen ihr Büro haben wird und auch Ansprechpartnerin für Irndorf ist. Neue stellvertretende Vorsitzende wurde Ute Reinhard aus Irndorf, die Roswitha Feig aus Schwenningen nachfolgt. Verabschiedet wurde auch Claudia Alber als Beisitzerin und Ansprechpartnerin für Irndorf. Als beratende Bürgermeister im Vorstand sind Roswitha Beck aus Schwenningen, Claudette Kölzow aus Buchheim und Armin Reitze aus Leibertingen bestellt worden.

Verein in sechs Gemeinden aktiv

Der Verein "Hilfe von Haus zu Haus" wurde 2005 auf Anregung von Alt-Bürgermeister Roland Ströbele (Bärenthal) zusammen mit den politischen Gemeinden Bärenthal, Buchheim, Irndorf (alle Kreis Tuttlingen), Beuron und Schwenningen (beide Kreis Sigmaringen) gegründet. 2009 schloss sich die Gemeinde Leibertingen dem Verein an. "Nachbarschaftshilfe ist unsere Antwort auf den steigenden Hilfebedarf alter, kranker oder behinderter Menschen, die sich – häufig alleinstehend- nicht mehr selbst versorgen können oder nicht mehr in der Lage sind, ihren Haushalt alleine zu führen", erklärte Vorsitzende Monika Kohler: "Außerdem wollen wir durch unsere Arbeit pflegende Angehörige unterstützen und entlasten, um ihnen Freiräume zur Erholung und Orientierung in schwierigen Alltagssituationen zu verschaffen", gibt die Vorsitzende die Ausrichtung von "Hilfe von Haus zu Haus" vor. Zu den Tätigkeiten der Helfer gehören beispielsweise Vorlese- und Besuchsdienste, Gespräche führen, Singen mit Pflegebedürftigen und Begleitung bei Spaziergängen. Als besonders wertvoll stelle sich das System der örtlichen Verankerung der Einsatzleiterinnen heraus. Ohne die organisierte Nachbarschaftshilfe müssten zahlreiche hilfebedürftige Personen der sechs Mitgliedsgemeinden unausweichlich in Pflegeheimen untergebracht werden, ist sich Monika Kohler sicher.