17 Ortsgruppen machten sich auf den Weg, dem Hausener Albverein zu gratulieren. Auch Schirmherr und Bürgermeister Osmakowski-Miller, der CDU Landtagsabgeordnete Klaus Burger, der erste Landesbeamte des Landkreises Sigmaringen, Rolf Vögtle, Bruder Burkhard vom Kloster Beuron und Ehrengauobmann Willi Rößler waren gekommen, um dem Verein ihre Ehre zu erweisen.

Im schön dekorierten Tobelhaus, Kinderstiefel mit Frühlingswiesenblumen zierten die Tische, sicherten sich schon zahlreiche Hausener Bürger ihre Plätze, ehe dann die Ortsgruppen eintrudelten, die in einer Sternwanderung die Donautalgemeinde angelaufen hatten. Um die Mittagszeit war das Tobelhaus bis auf den letzten Platz besetzt und es musste noch zusätzlich gestuhlt werden. Die Nachfrage nach leckerem Wandergulasch mit Spätzle und Kartoffelsalat, Saitenwürsten oder vegetarischer Gemüsepfanne, war riesengroß und so hatten die Mitglieder des Kulturfördervereins, die die Bewirtung übernahmen, alle Hände voll zu tun. Ortsgruppenvorsitzender Hubert Stehle und sein Team dachten mit einem netten Einfall auch an die Mütter, denn zwei Mädchen überraschten alle Frauen mit einem "Krämle", also einem kleinen Geschenk, zum Muttertag.

Bei den Feierlichkeiten zum 125-Jahr-Jubiläum des Albvereins Hausen im Tal ist das Tobelhaus bis auf den letzten Platz besetzt.
Bei den Feierlichkeiten zum 125-Jahr-Jubiläum des Albvereins Hausen im Tal ist das Tobelhaus bis auf den letzten Platz besetzt.

In seinen Begrüßungsworten freute sich Stehle über den sehr guten Besuch und machte deutlich, was für ihn die wesentliche Aufgabe der Ortsgruppe ist: "Die Herausforderung für den Albverein ist es, den Menschen an der Basis die Natur und den Umgang mit ihr zu erschließen." Diese Leistung hätten die Mitglieder des Vereins in dieser langen Zeit vollbracht und das, sei ein Grund zu feiern. Der Albverein bereichere das Dorfleben und bringe den Kindern der Gemeinde die Natur auf wunderbare Weise näher, hob der Bürgermeister hervor. Die Gemeinde werde den Versuch des BUND, die fast ausgestorbene Donauschwarzpappel wieder anzusiedeln, unterstützen und 125 Pappeln entlang der Donau im Gemeindewald pflanzen.

Lara und Alina (stehend von links), überraschen Renate Gross (links) und Edith Briel mit einem "Krämle" zum Muttertag.
Lara und Alina (stehend von links), überraschen Renate Gross (links) und Edith Briel mit einem "Krämle" zum Muttertag.

Rolf Vögtle überbrachte die Glückwünsche des Landkreises und sagte mit einem Schmunzeln, Hausen habe "an Europa mitgebaut", da der europäische Radwanderweg auch durch die Gemeinde führen würde. Auf die große Bedeutung des Albvereins und des Wanderns ging auch Klaus Burger ein. Wandern trainiere Körper und Geist, Gemeinschaft und Freundschaft werde gelebt. Mit Begeisterung und aus dem Stegreif trug Willi Rößer seine Ausführungen vor. Die Stadtbevölkerung habe das Wandern und die Schönheit der Alb entdeckt. Schon vor 125 Jahren sei ein Übergang über die Bahn geschaffen worden. Pioniereinheiten hätten den Maurusfelsen durchbrochen, um den Wanderweg fortsetzen zu können. Er schloss mit einem Hoch auf die Kulturlandschaft Obere Donau, die "wir lieben, schätzen und schützen."

Die liebevoll gestaltete Bildergalerie, die Erinnerungen an frühere Vereinsjahre wach werden lässt, stößt bei den Besuchern des Tobelhauses am Wochenende auf großes Interesse. <em>Bilder: Helmut Stroppel</em>
Die liebevoll gestaltete Bildergalerie, die Erinnerungen an frühere Vereinsjahre wach werden lässt, stößt bei den Besuchern des Tobelhauses am Wochenende auf großes Interesse. Bilder: Helmut Stroppel

Gauobmann Claus Baier überreichte im Namen des Hauptvereins eine Urkunde und nahm die Ehrungen vor. Eine besondere Ehrung wurde dem Konvent des Klosters Beuron zuteil. Bruder Burkhard durfte für die 80-jährige Mitgliedschaft Ehrennadel und Urkunde entgegennehmen. Für 60-jährige Treue wurde Renate Buck ebenfalls mit Ehrennadel und Urkunde und einem Bildband geehrt. Gauobmann Baier steckte Adolf Wahl die Ehrennadel für 50 Jahre Albverein an. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Erich Braun geehrt. Für besondere Verdienste zeichnete Baier den Ehrenvorsitzenden Franz Neher mit der Georg Fahrbach Medaille in Kupfer mit Urkunde aus. Die Feierlichkeiten umrahmten die Jagdhornbläser "Werenwag", Jakob Köhle führte mit launigen Beiträgen durch das Programm.

Eva Stehle bietet für die Kinder und Jugendlichen Spiele im Freien zum Thema "Natur" an.
Eva Stehle bietet für die Kinder und Jugendlichen Spiele im Freien zum Thema "Natur" an.

Zum Verein

Die Ortsgruppe Hausen im Tal hat derzeit 39 Mitglieder. Vorsitzender Hubert Stehle, seine Vertreterin Monika Blum, Kassierer Josef Briel und Schriftführerin Rosi Gaier-Briel gehören dem Vorstand an. Streckenpfleger ist Hans-Jürgen Hoffmann. Hubert Stehle übt auch das Amt des Naturschutzwarts aus und ist Beisitzer im Gauvorstand. Wanderwart ist Josef Briel. Die Ortsgruppe betreut 122 Kilometer Albvereinswege. Auf der Homepage sind verschiedene Vorschläge für Rundwanderungen aufgeführt mit Ausgangspunkt in Beuron, Hausen im Tal und Thiergarten. Dort ist auch das Jahresprogramm einzusehen. Der Donau Zollernalb Weg, ein Qualitätsweg, beginnt auch in Beuron und führt über Sigmaringen weiter bis zum Lemberg. (sys)

Ehrende und Geehrte miteinander beim Jubiläumsfest (von links): Hubert Stehle, Claus Baier, Monika Blum, Erich Braun, Bruder Burkhard, Adolf Wahl, Franz Neher, Raphael Osmakowski-Miller und Renate Buck.
Ehrende und Geehrte miteinander beim Jubiläumsfest (von links): Hubert Stehle, Claus Baier, Monika Blum, Erich Braun, Bruder Burkhard, Adolf Wahl, Franz Neher, Raphael Osmakowski-Miller und Renate Buck.