So spannend ist Kindergarten selten. Am Freitag war für zehn Jungen und Mädchen des Hausener Kindergartens "St. Nikolaus" der alljährliche Brandschutztag. Dazu waren vom benachbarten Feuerwehrdepot Kommandant Wolfgang Rack und Joachim Wolf mit dem großen Einsatzfahrzeug vorgefahren. Mit ihnen kam Tim Rack von der Jugendfeuerwehr.

Keine reine Kinderbespaßung

Ein Brandschutztag ist allerdings mehr als nur reine Kinderbespaßung, erläuterte Wolfgang Rack. Denn die Kinder lernen an diesem Tag das richtige Verhalten im Brandfall. "Wenn es draußen im Gang raucht, dann gilt es, die Zimmertür zu schließen, das Fenster zu öffnen und auf die Feuerwehr zu warten", diese Grundregel schärften die beiden Feuerwehrleute den Kindern ein. Die jungen Zuhörer erfuhren, dass eine brennende Fritteuse nicht mit Wasser gelöscht werden kann, sondern nur mit einer Decke oder einem auf den Topf passenden Deckel. Natürlich können größere Kinder schon telefonieren. Wenn es brennt, gelte es, so schärften Rack und Wolf den Kindern ein, die 112 zu wählen und die drei W-Fragen, "Wo?, Was?, Wer?", zu beantworten. In die Übung waren auch Kindergartenleiterin Eli Schmid und ihre Mitarbeiterin Elke Halder eingebunden.

Nebelmaschine mitgebracht

Damit es nicht nur bei der reinen Theorie blieb, hatten die beiden Einsatzkräfte eine Nebelmaschine mitgebracht. Sobald der künstlich erzeugte Qualm durch die Türritze aus dem Nebenraum kroch, versammelten sich die Kinder um ihre beiden Betreuerinnen und verließen diszipliniert den Raum. Selbstverständlich hatten zuvor Halder und Schmid per Namensliste festgestellt, dass alle Kinder vorhanden waren.

Großes Interesse an den Geräten

Draußen stand das Löschfahrzeug. Die Kinder interessierten sich brennend für den Inhalt. Wolfgang Rack musste immer wieder erklären, wozu die einzelnen Geräte gebraucht werden oder wie ein Feuerlöscher bedient wird. Hat der Kontakt mit den Wehrleuten den Kindern Spaß gemacht? Emma und Leonie sind beide fünf Jahre alt. Sie meinten auf Nachfrage des SÜDKURIER, ob ihnen der Brandschutztag gefallen habe, übereinstimmend: "Es gefiel mir gut".