Inklusion braucht eine umfassende Barrierefreiheit. Zwölf Städte und Gemeinden wurden im Rahmen des vom Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung ausgelobten Wettbewerbs „Alle inklusive: barrierefreie Gemeinde in Baden-Württemberg 2017“ für ihr vorbildliches Engagement für ein „Leben ohne Barrieren“ ausgezeichnet. Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration und Schirmherr des Wettbewerbs, würdigte bei der Preisverleihung in der Sparkassen-Akademie in Stuttgart die Preisträger.

„Vielfalt erleben – Barrieren abbauen“, seit Langem ist eine umfassende Barrierefreiheit ein erklärtes Ziel für Bad Saulgau, wie die Stadt in einer Pressemitteilung erklärt. Ausschlaggebend für die Preisverleihung war, dass möglichst durchgängig in diversen Handlungsfeldern wie Bildung und Erziehung, Verwaltung, Wohnen, Öffentlicher Personennahverkehr, Freizeit, Kultur und Sport, Handel und Gewerbe sowie im Tourismus Barrieren abgebaut und Inklusion gelebt wird. Behindertenbeauftragter Michael van Beek nahm die Auszeichnung in Form einer Plakette entgegen. Mit dabei in Stuttgart waren auch Fachbereichsleiterin Ilona Boos und Bauamtsmitarbeiter Dietmar Geiger.

Seit April darf sich Bad Saulgau auch zu einer der bundesweit zwei generationenfreundlichen Einkaufsstädte zählen. Gut lesbare Etiketten, ausreichende Beleuchtung, rutschfeste Böden oder geräumige Umkleidekabinen sind Merkmale einer generationenfreundlichen Einkaufsstadt. Auch das Amtsgericht Bad Saulgau wurde barrierefrei umgebaut. Ausgestattet wurde dieses mit einer behindertengerechten Toilette sowie einem Aufzug. Neben dem gibt es umfangreiche Informationen und Hilfestellungen rund um das Thema Barrierefreiheit in einem knapp 100-seitigen Stadtführer für Menschen mit Behinderung sowie auf der Homepage www.barrierefreies-bad-saulgau.de, welche von Michael van Beek betrieben wird. Zur Barrierefreiheit gehören ebenso Kommunikationshilfen für Menschen, die keine Lautsprache haben, und vieles mehr, so der Landesvorsitzende Thomas Seyfarth.