Wald Rat befürwortet Tempo 30 an Heimschule Kloster Wald

Mehr Sicherheit für die Schülerinnen der Heimschule Kloster Wald: Der Walder Gemeinderat hat der Einrichtung einer 30er-Zone im Bereich Hohenzollernstraße zugestimmt. Die Zone wird zeitlich beschränkt: während der Haupt-Schulzeiten montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 17 Uhr und samstags bis 13.30 Uhr.

Wald – Die Hohenzollernstraße bekommt im Bereich der Heimschule Kloster Wald eine Tempo-30-Zone. Der Gemeinderat hat den Antrag der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg, Träger der Heimschule, mehrheitlich befürwortet. Die Schulstiftung beantragte diese Zone, um die Verkehrssicherheit der Schülerinnen zu erhöhen. Die Schulstiftung hält eine ganztägige Ausweisung für sinnvoll, argumentiert Norbert Kopp, der stellvertretenden Geschäftsführer der Schulstiftung, im Schreiben an die Gemeinde Wald.

Ein Großteil der rund 550 Schülerinnen nutzt den Bus für die An-und Heimfahrt. Auf dem Weg von der zentralen Bushaltestelle zur Heimschule und nach Schulschluss wieder zurück, müssen sie die Hohenzollernstraße über den Fußgängerüberweg queren. Weitere Straßenquerungen sind auf dem Weg zur Turnhalle und zu den Werkstätten wie dem "Maurus" auf dem oberen Zebrastreifen an der Klosterkreuzung, der Einmündung der Von-Weckenstein-Straße und Hohenzollernstraße notwendig.

Die Hohenzollernstraße wird täglich von rund 1800 Fahrzeugen genutzt. Verschärft werde die Situation um die Mittagszeit und an Samstagen durch Eltern-Taxis, deren Fahrer sich nicht immer verkehrsgerecht verhalten, sagte Bürgermeister Werner Müller. "Wer täglich die Straße benutzt, muss sich wundern, dass nicht mehr passiert", ergänzte Müller. Die jüngste Änderung der Straßenverkehrsordnung sieht ausdrücklich die Möglichkeit zur Ausweisung von Tempo-30-Zonen vor Schulen vor, was bisher rechtlich nicht möglich war, informierte das Gemeindeoberhaupt. Er habe den Antrag mit den Verkehrsbehörden im Vorfeld bereits "abgeklopft".

Nach der sogenannten Verkehrsschau mit den Vertretern von Verkehrsbehörde, Polizei und Straßenbauamt habe die Verkehrskommission eine zeitlich beschränkte Regelung während der Haupt-Schulzeiten montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 17 Uhr und samstags bis 13.30 Uhr befürwortet. Aus Gründen der Verkehrssicherheit, gerade auch im Bereich der zentralen Bushaltestelle, befürwortete der Gemeinderat diesen Vorschlag mehrheitlich mit acht zu vier Stimmen. Die Haltestelle wird auch durch die Kindergartenbeförderung und sonstigen Schulbusverkehr stark frequentiert.

Weiterhin sprach sich der Rat mit deutlicher Mehrheit für die Ausweitung der Tempo-30-Zone von der Einmündung Weiherweg bis über den Zebrastreifen hinaus an der Klosterkreuzung aus. Vorgeschlagen hatten das die Gemeinderäte Michael Riegger (CDU) und Ralf-Peter Hipp (UL).

Mit deutlicher Mehrheit sprachen sich die Räte für die vorgeschlagene zeitliche Begrenzung aus. Rege diskutierte das Gremium zuvor das Für und Wider. "Ich befürworte dies. Was ich ein bisschen schwierig finde, ist die zeitliche Begrenzung", argumentierte Gemeinderat Gerhard Lohr (CDU) mit Blick auf die erforderlichen Zusatzschilder und befürwortete eine "30er-Zone, Aus und Amen". Alexander Jäger (UL) bekannte: "Ich habe ein klein wenig ein gemischtes Gefühl." Der Sicherheitsaspekt gehe vor, er sieht jedoch die Hohenzollernstraße als "Hauptstraße" und sprach sich wie früher für Schülerlotsen aus. Die Schülerlotsen an der Heimschule seien mit der Einführung des G8 abgeschafft worden, antwortete Werner Müller. "Bringt man die 30er-Zone jemals wieder weg?", fragte Clemens Veeser (UL) nach. "Das mit diesen Zeiten würde ich machen, sonst sehe ich es wieder als Abzocke, so wie in Hippetsweiler den Buckel runter", ergänzte er. Zwischen Wald und Hippetsweiler ist die Geschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer begrenzt, worauf sich Veeser bezog.

Weniger Bürokratie

Ende 2016 trat die Erste Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft. Damit wird die im geltenden Recht vorgesehene hohe Hürde (zum Beispiel Nachweis eines Unfallschwerpunktes für den Nachweis der Erheblichkeit) für die streckenbezogene Anordnung von Tempo 30 auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen abgesenkt, um die Verkehrssicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer, Fußgänger, Senioren und Kinder zu verbessern. (Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)

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