Wald Hauptversammlung Feuerwehr Wald: Kommandant steckt künftige Ziele

Die Freiwillige Feuerwehr Wald hat 2018 und 2019 viel vor, wie Kommandant Sascha Schweikart bei der Hauptversammlung aufzeigte. Der Rückblick zeigte: Die Wehr ist bei mehr Brandeinsätzen gefordert und die sind sehr vielfältig.

Klare Ziele für die Jahre 2018 und 2019 hat Kommandant Sascha Schweikart bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wald im Dorfgemeinschaftshaus Sentenhart gesteckt. Oberstes Ziel sei, für jeden Aktiven eine bedarfsgerechte Einsatzkleidung und Ausgehuniform zu haben. Jede der Abteilungen Wald, Sentenhart, Walbertsweiler und Ruhestetten müsse Kohlenmonoxid-Warner besitzen. Ebenso wichtig sei die Anschaffung einer Wärmebildkamera. Fünfmal wurde ein solches Gerät bei den diesjährigen Einsätzen benötigt, musste jedoch zuvor von den Stützpunktwehren gebracht werden. Jedes Atemschutzgerät sollte außerdem mit einem Totmannmelder ausgestattet sein. Ferner sollen bei Einsätzen die Zugführer als Verbindungsglied zwischen Einsatzleitung und Gruppenführer stärker eingesetzt werden.

 

Die Walder Gesamtwehr kam im Sentenharter Dorfgemeinschaftshaus zur Hauptversammlung zusammen.
Die Walder Gesamtwehr kam im Sentenharter Dorfgemeinschaftshaus zur Hauptversammlung zusammen.

Beförderungen

Brandmeister: Markus Meßmer; Oberlöschmeister: Jochen Stefan; Hauptlöschmeister: Bernhard Häusler und Georg Lösch; Hauptfeuerwehrmann/Hauptfeuerwehrfrau: Julia Bertele, Alexander Krall, Bernhard Specker, Robert Stadler. Oberfeuerwehrmann: Jonas Bäuerle, Peter Braun-Droxner, Stefan Gäng, Nico Hafner, Andreas Fröhlich, Arno Kieper, Manuel Rumpel, Stefan Rumpel, Matthias Stadler.

 

Die Freiwillige Feuerwehr Wald verzeichnete 2016/17 mehr Einsätze als in den vergangenen Jahren. Die 108 Kameraden, darunter vier Frauen, leisteten 867 Einsatzstunden. Auffällig war auch, dass die Wehr zu mehr Brandeinsätzen gerufen wurde als zu Technischer-Hilfe-Leistungen. Einen Überblick über die Einsätze und Ereignisse des abgelaufenen Jahres trug Schriftführer Wolfgang Keller vor. Dabei waren die Einsätze für die Wehrleute sehr vielfältig, reichten von einem kleinen Brand im Freien bis zur Alarmierung bei einem Suizidversuch, mehreren Kaminbränden, einem Wohnhausbrand in Kappel und einem Küchenbrand in Walbertsweiler. Auch ein funkensprühenden Isolator an einem Strommast bei Ruhestetten und ein brennender Holztransporter gehörten zu den Einsätzen, außerdem die Beseitigung von umgestürzten Bäumen. Ferner sicherte die Feuerwehr den Walder Fastnachtsumzug, den Fackelumzug beim Dorffest und die Martinsumzüge in der Gemeinde.

Schriftführer Wolfgang Keller (rechts) gab einen Rückblick über die Einsätze und Ereignisse des abgelaufenen Jahres. Dem lauschten (von links) Kämmerer Joachim Grüner, Bürgermeisterstellvertreter Clemens Veeser, Friedrich Sauter (Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Sigmaringen), der stellvertretende Kommandant Florian Brucker und Kommandant Sascha Schweikart sowie Schriftführer Wolfgang Keller. Bilder: Sandra Häusler
Schriftführer Wolfgang Keller (rechts) gab einen Rückblick über die Einsätze und Ereignisse des abgelaufenen Jahres. Dem lauschten (von links) Kämmerer Joachim Grüner, Bürgermeisterstellvertreter Clemens Veeser, Friedrich Sauter (Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Sigmaringen), der stellvertretende Kommandant Florian Brucker und Kommandant Sascha Schweikart sowie Schriftführer Wolfgang Keller. Bilder: Sandra Häusler

Für Vielzahl von Einsätzen gerüstet

Um für allerlei Einsätze gerüstet zu sein, absolvieren die Ehrenamtlichen regelmäßig Fortbildungen: Im März nahmen 18 Wehrleute an einem Seminar zur Unfallrettung mit Rettungsschere und -spreizer teil. Im Juli legten 13 Teilnehmer gemeinsam mit der Feuerwehr Hohenfels in zwei Gruppen das Leistungsabzeichen in Bronze ab. Zweimal fand eine Begehung der Heimschule Kloster Wald statt. Die Atemschutzgeräteträger absolvierten die Belastungsstrecke und wagten sich in den Brandcontainer. Und falls es um eine Katastrophe geht, sind Abteilungskommandant Florian Brucker und Raphael Störk gewappnet: Sie gehören zum Stab der Katastrophenschutzübung im Landkreis Sigmaringen.

Die Jugendfeuerwehr Wald zählt 14 Kinder und Jugendliche, sieben Neumitglieder stehen vier Abgängen gegenüber. In 16 Proben brachten die Betreuer dem Feuerwehrnachwuchs die Pflichten der Feuerwehr praktisch und theoretisch bei, informierte Jugendfeuerwehrwart Dominik Will. Die Altersabteilung besteht aus derzeit 17 Mitgliedern.

Jugendfeuerwehrwart Dominik Will berichtete über die Aktivitäten der Walder Jugendfeuerwehr. Diese zählt aktuell vierzehn Kinder und Jugendliche.
Jugendfeuerwehrwart Dominik Will berichtete über die Aktivitäten der Walder Jugendfeuerwehr. Diese zählt aktuell vierzehn Kinder und Jugendliche.

Bürgermeisterstellvertreter Clemens Veeser hob die Feuerwehr als einen der wichtigsten Bestandteile der Gemeinde Wald hervor. Er lobte die Jugendarbeit und die Integration von Jung bis Alt. Anschließend nahm er die Beförderungen vor. Friedrich Sauter, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Sigmaringen, regte die Verwaltung an, die Zuwendungen für die Feuerwehr auf einen "sechsstelligen" Betrag zu erhöhen. Er wünschte ein ruhiges Jahr und eine gesunde Wiederkehr. Michael Fox, Ortsbeauftragter der Malteser Hilfsdienstes Wald, dankte für die Zusammenarbeit. Die Malteser und das Deutsche Rote Kreuz werden bei Einsätzen gemeinsam mit der Wehr alarmiert.

 

"Eigentlich sollten wir mehr Aktive mit gültiger Führerscheinklasse C haben."

Interview mit Sascha Schweikart, 31 Jahre, seit einem Jahr Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wald.

Hatte die Walder Wehr in diesem Jahr mehr Einsätze?

Normalerweise liegt der Schnitt bei zwölf Einsätzen im Jahr. In diesem Jahr waren es 20 Einsätze. Wir hatten 2017 mehr Brandeinsätze als Technische-Hilfe-Leistungseinsätze.

Wie entwickelt sich der Feuerwehrnachwuchs?

Die Entwicklung der Jugendfeuerwehr ist gut. Klar gibt es noch viele Jugendliche, die eintreten können. Der Anteil der 14 Kinder und Jugendlichen liegt bei rund 13 Prozent, wenn man die 108 Aktiven sieht.

Gibt es genügend Fahrer für die neuen Einsatzfahrzeuge?

Es wird immer schwieriger. Für die heutigen neuen Fahrzeuge ist die Führerscheinklasse C Voraussetzung. Viele, die den Führerschein frisch beginnen, müssen diese Klasse zusätzlich belegen. Die Gemeinde übernimmt diese Kosten für einen Führerscheinabsolventen pro Jahr. Eigentlich sollten wir mehr Aktive mit gültiger Führerscheinklasse C haben.

Wie sieht es mit der Tagesverfügbarkeit der Wehrleute aus?

Die Tagesverfügbarkeit ist sehr wichtig und in den einzelnen Abteilungen unterschiedlich. Der Vorteil eines nahen Arbeitsplatzes kommt manchen Abteilungen zugute.

Fragen: Sandra Häusler

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig
Zum Valentinstag ❤ Geschenke mit Herz ❤
Neu aus diesem Ressort
Wald
Wald
Wald
Wald
Wald
Wald
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren