Stetten am kalten Markt Wanderungen des Frohnstetter Albvereins vermitteln trotz Regenwetters viele Eindrücke rund um das Schmeiental

Alles war bestens vorbereitet für die Neuauflage des Schmeientaler Wandertreffs, doch das Regenwetter machte den Organisatoren des Frohnstetter Albvereins diesmal einen Strich durch die Rechnung. Gerade mal 20 offensichtlich wettererprobte Wanderfreunde hatten sich am Vormittag an den beiden Treffpunkten versammelt.

Diejenigen aber, die dabei waren, erlebten zwei interessante Thementouren, bei denen es die Wanderführer Hubert Sessler und Reinhold Hotz glänzend verstanden, ihre Gäste in die Geschichte des Tals und seiner angrenzenden Gemeinden eintauchen und sich gleichzeitig von den Naturschönheiten verzaubern zu lassen. Wohl niemand kennt sich in der Heimatgeschichte so gut aus wie der Kulturwart des Frohnstetter Albvereins und Gründer des Heimatmuseums Hubert Sessler. Sein Wissen über das ehemalige Frohnstetter Rathaus und jetzige Domizil des Albvereins sowie über die St. Silvesterkirche ergänzte er immer wieder mit amüsanten Begebenheiten.

So erfuhren die Teilnehmer, dass der große ovale Eichenttisch, der in der Vereinsstube im Rathaus steht, ursprünglich bei der Albstädter Trikotfabrik Wühotri als Konferenztisch gedient hat, an dem schon Altbundeskanzler Kurt Georg Kiesinger Platz nahm. Schmunzelnd erzählte er auch, wie die viel größer geplante Erweiterung der Frohnstetter Kirche letztlich am Veto der resoluten Pfarrhaushälterin scheiterte, die ihre schöne Aussicht aus dem Küchenfenster gefährdet sah.

Auch Reinhold Hotz hatte für seine Tour einige geschichtlich interessante Punkte ausgesucht, wie die im 15 Jahrhundert erstmals erwähnte und zum damaligen Siechenhaus gehörige Ottilienkapelle am Ortsausgang von Kaiseringen in Richtung Frohnstetten. An den tragischen Zusammenstoß zweier Flugzeuge erinnert eine Gedenktafel, die auf dem Weg zum Wanderziel ebenfalls angesteuert wurde. Höhepunkt der Wanderung war aber die Besichtigung der Kaiseringer Kläranlage, wo bei einer Führung die Funktionsweise vom Klärwärter erklärt wurde.

An der Frohnstetter Hütte im Schmeiental wurden die Wanderer bereits von den Mitgliedern des örtlichen Albvereins erwartet und mit kulinarischen Leckereien verwöhnt. Trotz Dauerregens herrschte rund um die Hütte dennoch stets reges Treiben und gute Stimmung. Zahleiche Unentwegte hatten sich mit Regenschirmen ausgerüstet auf den Weg ins Schmeiental gemacht, um den Albverein im wahrsten Sinne des Wortes nicht komplett im Regen stehen zu lassen.

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