Stetten am kalten Markt Schulsanitäter starten ihren Dienst am Schulzentrum

Am Schulzentrum in Stetten nehmen die Schulsanitäter offiziell ihren Dienst auf. Aus diesem Anlass wurde ihnen ein Schulsanitätsrucksack übergeben.

Rund 7000 Unfälle ereignen sich laut Berufsgenossenschaft tagtäglich an Deutschlands Schulen. Schnelles Eingreifen und Erste-Hilfe durch einen Schulsanitätsdienst sind dabei natürlich von großem Vorteil. In den vergangenen Wochen wurden so auch am Stettener Schulzentrum mehrere Schüler zu Schulsanitätern ausgebildet. Erste Einsätze haben die jungen Sanitäter bereits hinter sich. Mit der förmlichen Übergabe eines Schulsanitätsrucksacks wurde der Schulsanitätsdienst (SSD) am Stettener Schulzentrum nun offiziell in Dienst gestellt.

Im Beisein von Bürgermeister Maik Lehn hieß Rektor Klaus Flockerzie nicht nur die im Rahmen eines Ersten-Hilfe-Kurses vom DRK-Ortsverein frisch ausgebildeten Schüler willkommen. Flockerzie freute sich besonders, dass neben den Ausbildern des DRK mit Hubert Jäger auch der Schulkoordinator des DRK-Kreisverbands Sigmaringen in die Heuberggemeinde gekommen war. Im Gepäck hatte dieser einen Schulsanitätsrucksack, der alles beinhaltet, was die frisch gebackenen Schulsanitäter bei Unfällen im Schulleben oder Problemfällen wie beispielsweise Übelkeit, Nasenbluten oder einem Sturz bestens gebrauchen können. "Zu den wichtigsten Utensilien gehört aber zweifelsohne unser sogenannter Tröster-Bär", sagte Hubert Jäger und zog einen kleinen Kuschelbär aus dem Rucksack. "Bei kleineren Verletzungen spendet der insbesondere bei Grundschülern ganz viel Trost", sagte er kopfnickend zu den Schülern.

Gleichzeitig hob er deren freiwilliges Engagement hervor, das sie mit ihrer Teilnahme am Ersten-Hilfe-Kurs bewiesen hatten. Die Schüler hätten dabei die Grundlage erhalten, an der Schule etwas ganz Wichtiges zu leisten. Und dies sei, unterstrich Jäger: "Euch zu kümmern und andere Schüler in einer Notlage zu unterstützen." Wie Flockerzie galt sein besonderer Dank der Pädagogin Nadine Neubauer sowie Leonhard Löffler, der ein freiwilliges Soziales Jahr bei der Schulsozialarbeit ableistet. Diese beiden hätten die Initiative zu Ausbildung der Schulsanitäter ergriffen. "Bleibt am Ball und bildet euch weiter", appellierte Jäger. Denn nur durch regelmäßige Schulungen bleibe das erlernte Wissen erhalten, sodass man für den Ernstfall gewappnet sei.

Das betonte auch Bereitschaftsleiter Michael Boden vom DRK-Ortsverein Heuberg-Donautal, der die Schüler intensiv geschult hatte. "Ich bin wirklich stolz auf Euch", sagte Boden vor dem Hintergrund, dass sich diese im Lehrgang wirklich reingehängt hätten. "Viele von euch sind wahrscheinlich besser, als so mancher Erwachsene", attestierte er und überreichte den neuen Schulsanitätern gelbe Westen, mit denen sie im Einsatz sofort als Sanitäter erkennbar seien. "Wir würden uns freuen, wenn der eine oder andere von euch sogar beim DRK-Ortsverein landet", sagte Boden, zumal die nächsten Schulsanitäter bereits in den Startlöchern stünden. Das hob auch Rektor Flockerzie hervor, der den neuen Schulsanitätsdienst als wichtigen Baustein im umfangreichen Präventionskonzept des Schulzentrums bezeichnete. Die Freude und den dank des Schulträgers brachte Gemeindeoberhaupt Maik Lehn zum Ausdruck, der in Personalunion auch Vorsitzender des DRK-Ortsvereins ist.

"Ihr seid jung, gut ausgebildet und damit unsere Zukunft", sagte er und warb um weitere Mitstreiter für den Schulsanitätsdienst: "Je breiter wir aufgestellt sind, umso besser."

Schulsanitätsdienst

Schulsanitäter sorgen bei Schul- und Sportfesten, Ausflügen und an ganz normalen Schultagen für Sicherheit und helfen ihren Mitschülern bei Notfällen. Sie sind fit in Erste Hilfe, wissen, wie man einen Verband anlegt, was man bei Vergiftungen tut und wie man die stabile Seitenlage ausführt. Schulsanitätsdienst geht indes weit über Erste Hilfe hinaus: Schulsanitäter übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler. Sie sind bei Unfällen in der Schule als erste zur Stelle, leisten Erste Hilfe und informieren, wenn nötig, den Rettungsdienst. Das sind wichtige Aufgaben, die Wissen und Einfühlungsvermögen, aber auch Selbstbewusstsein und Teamarbeit erfordern. (gfe)

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