Stetten am kalten Markt Gerlinde Kretschmann besucht Frauenfrühstücks der Pfarrgemeinde St. Mauritius

Einen ganz besonderen Gast durfte das Organisationsteam des Frauenfrühstücks der Stettener Pfarrgemeinde St. Mauritius bei ihrer jüngsten Zusammenkunft empfangen. Mit Gerlinde Kretschmann hatte sich niemand geringerer, als die Frau des amtierenden baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann in der lockeren Damenrunde zu Besuch angesagt.

Vorausgegangen war dem Besuch eine Einladung des sechsköpfigen Leitungsteams der Frauenfrühstücks-Runde. Denn immer wieder hatten Anneliese Froitzheim, Gina Härle, Marianne Wenninger, Veronika Sieber, Christa Halder und Waltraud Straub in der gemütlichen Runde festgestellt, dass sich ihre Besucherinnen dafür interessierten, wie sich das Leben von Gerlinde Kretschmann denn wohl verändert habe, seit ihr Ehemann zum baden-württembergischen Ministerpräsidenten aufgestiegen ist. Und die frühere Lehrerin enttäuschte die muntere Damenrunde nicht. Frisch und frei von der Leber weg gewährte Gerlinde Kretschmann Einblicke in ihren Alltag als Gattin eines verantwortlichen Politikers, der – nach eigenem Bekunden – mit Glanz und Glamour absolut gar nichts zu tun habe. Von Bezeichnungen wie "Landesmutter" oder "First Lady" will sie nichts wissen. Im Gegenteil: "Ich bin ein einfaches Bauernmädle aus Laiz", warf sie offenherzig in die Runde und hielt fest, dass für die Ehefrau eines Ministerpräsidenten in der Landesregierung nichts besonderes – geschweige denn eine Apanage – vorgesehen sei.

"Lediglich beim Presseball ist meine Anwesenheit als Tanzpartnerin meines Mannes zwingend erforderlich", witzelte Gerlinde Kretschmann und machte der Frauenrunde dennoch klar, dass sie keine Lust darauf verspürt habe, nur als Dekoration zu dienen oder daheim in Laiz auf den Ehemann zu warten, der logischerweise die meiste Zeit in Stuttgart verbringe. "Wenn wir ganz viel Glück haben, hat er einen Tag in der Woche frei", sagte sie, um dann gleich wieder einzuschränken, dass das relativ selten der Fall sei. Gerne würde sie ihrem Gatten mehr Freizeit wünschen, "wenigstens den einen Tag in der Woche", denn dessen Job sei "wirklich sehr, sehr anstrengend".

Wie sie wissen ließ, habe sie schon vor ihrer Zeit als Ehefrau des Ministerpräsidenten zahlreiche Ehrenämter inne gehabt – nicht zuletzt als Stadt- und Ortschaftsrat – und habe diese Ämter auch nach der Wahl weiter ausgeführt. "Allerdings hat sich mein Engagement inzwischen über den Landkreis hinaus ausgedehnt", erzählte sie. Ihr seien so diverse Schirmherrschaften auf Landesebene angetragen worden, die sie gerne übernommen habe. Dennoch wolle sie auch in der Heimat aktiv bleiben, weswegen sie beispielsweise die Aktion "Welcome" unterstütze, die jungen Familien beziehungsweise frisch gebackenen Eltern Unterstützung anbiete. Die frühere Grundschullehrerin erzählte auch von Vorteilen, die sie als Gattin des Ministerpräsidenten habe: "Ich kann jetzt auch Dinge machen, die früher nicht realisierbar waren", sagte sie und nannte als Beispiel den Besuch in einer Strafvollzugsanstalt: "Ich wollte halt auch mal ins Gefängnis", sagte sie und hatte damit die Lacher auf ihrer Seite. Diese seien ein Teil unserer Gesellschaft, den sie gerne kennenlernen wollte, erläuterte sie.

Bereitwillig beantwortete Kretschmann viele Fragen aus der Runde, die sich um ihre Eindrücke bei der Audienz bei Papst Franziskus in Rom oder um den Besuch des Englischen Kronprinzenpaars drehten. "Eines kann ich ihnen raten: Wünschen Sie sich bloß nie, Königin zu sein", plauderte sie unter zustimmendem Kopfnicken der Damenrunde aus den Nähkästchen. Und so hätte es wohl noch stundenlang weiter gehen können, wären da nicht andere Termine gewesen, die auf die "First Lady" warteten. Diese wurde mit einem bunten Blumenstrauß und den besten Wünschen für die Zukunft aus der lebhaften Damenrunde verabschiedet.

Beil-Stiftung

  • Mit seinem innovativen Wohnkonzept hält das Seniorenwohngemeinschaftshaus der "Hilde und Eugenia Beil-Stiftung" neben zahlreichen Appartements in verschiedenen Größen auch großzügige Gemeinschaftsräume mit hochwertigen Möbeln samt Flachbildfernsehen und moderner Küche vor. Daneben sind im Erdgeschoss die Sozialstation "St. Heimerad" sowie eine große Begegnungsstätte beheimatet, in der unter anderem der "Bürgertreff 60 Plus" sowie die Damen beim "Frauenfrühstück" regelmäßig zusammen kommen. Nicht zuletzt verfügt das Gebäude im hinteren Bereich über einen eigenen Garten mit separatem Zugang.
  • Die meisten Appartements sind bereits vermietet. Wer Interesse am Einzug in die Senioren-WG hat, kann sich unter Telefon 0 75 73/25 41 mit Stiftungsrat Fritz Reiser in Verbindung setzen. (gfe)

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