Stetten am kalten Markt Frohnstetter klären beim Hilbenschleckerball das Publikum auf

Zum Höhepunkt der Frohnstetter Dorffasnet zogen die die Akteure des diesjährigen Hilbenschleckerballs noch einmal alle Register des närrischen Frohsinns und boten dem begeisterten Publikum ein fröhlich, buntes Nonstop-Programm gespickt mit fetzigen Showtänzen, humoristischen Gesangseinlagen und lustigen Sketchen.

Den erstmaligen Besuch von Bürgermeister Maik Lehn mit Partnerin beim Zunftball nahmen die Hilbenschlecker zum willkommenen Anlass, das Gemeindeoberhaupt auf humorvolle Art und Weise über die Frohnstetter Befindlichkeiten gegenüber der Hauptgemeinde aufzuklären und die ein oder andere Spitze aufs Rathaus an den Mann zu bringen.

Insbesondere die bissigen „Fürbittweiber“ nahmen dabei kein Blatt vor den Mund und beklagten, dass der Umzugssprecher in Stetten nicht einmal korrekt den Narrenruf der Hilbenschlecker wiedergeben könne. Als Ausgleich forderten die ganz in schwarz gewandeten Fürbitterinnen die Erlaubnis, künftig am Schmotzigen Donnerstag auf Kosten der Gemeinde das Frohnstetter Rathaus erstürmen zu dürfen.

Das in großen Teilen der Öffentlichkeit verbreitete Vorurteil, das Beamten eine gewisse Trägheit und Langsamkeit nachsagt, wurde mit dem Rauhaussketch von Gerlinde Tommerdich und Alfio Tomaselli auf vergnügliche Weise bedient und mit treffendem Lokalkolorit ausgeschmückt. Wie eine resolute Bäuerin, die nach langjährigem Schwarzfahren endlich ihren Bulldog anmelden will, die heile Welt eines beflissenen und überkorrekten Rathausbeamten durcheinanderbringen kann, war einfach köstlich dargestellt.

Die Fürbittweiber (von links) Heike Glattes, Andrea Herre und Andrea Hermann.
Die Fürbittweiber (von links) Heike Glattes, Andrea Herre und Andrea Hermann.

Wer wie die Hilbenschlecker ein Showtalent wie Dominik Herre in seinen Reihen hat, kann sich glücklich schätzen. Mit seinen selbstgetexteten Liedern über Bürgermeister Lehn und die Verbundenheit zu seinem geliebten Heimatdorf, riss er das Publikum zu Beifallsstürmen hin. Sein Bekenntnis „I be an Hilbi“ nahm ihm jeder gerne ab und Bürgermeister Maik Lehn wird es schwer haben, jetzt noch Argumente zu finden, nicht wie von Dominik Herre besungen, künftig jedes Jahr beim Hilbenschleckerball zu erscheinen.

Dass beim Frohnstetter Narrenverein die Nachwuchsförderung einen hohen Stellenwert besitzt, wurde auch beim diesjährigen Zunftball wieder deutlich. Die beiden Mädchentanzgarden beeindruckten einmal mehr durch temperamentvolle und originelle Märsche und Showtänze. Glanzlicht der zahlreichen Tanzvorführungen an dem Abend beim Zunftball war aber sicher der Auftritt der „jungen Hilbis“, bei dem sich eine Hoodie-Gang ein Tanzduell mit aufgetakelten Tussis lieferten, wobei am Ende alle friedlich miteinander tanzten und ein harmonisches Schlussbild inszenierten.

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