Stetten am kalten Markt Freiflächen-Photovoltaikanlage wird in Storzingen gebaut

Zum Bau einer weiteren Freiflächen-Photovoltaikanlage in Storzingen hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung das gemeindliche Einvernehmen erteilt und gleichzeitig zwei kleineren Abweichungen vom Bebauungsplan zugestimmt.

Zwar entwickelte sich im Gremium eine kurze Debatte über deren Notwendigkeit, doch stimmte am Ende eine Mehrheit den beantragten Befreiungsanträgen zur Erhöhung der Zaunanlage um 25 Zentimeter sowie dem Anbringen eines Stacheldrahtes als Übersteigschutz zu.

Wie Bürgermeister Maik Lehn das Gremium wissen ließ, wolle die Firma Solarcomplex aus Singen im Gewerbegebiet Hasenäcker in Storzingen alsbald den Bau einer großen Freiflächen-Photovoltaikanlage in Angriff nehmen. Bekanntlich realisiert die Firma im Zusammenschluss mit der "Nahwärme Region Sigmaringen" (NRS) das geplante Nahwärmenetz in Storzingen und hat in diesem Zusammenhang Bauflächen im betreffenden Gewerbegebiet erworben. Lehn zeigte auf, dass für das Gebiet bereits seit 1996 ein rechtskräftiger Bebauungsplan bestehe, dessen Vorschriften für die geplante Photovoltaikanlage weitestgehend eingehalten würden. Lediglich die geplante Einfriedung der Anlage weiche geringfügig von den Vorgaben des Bebauungsplanes ab.

So sehe der Plan eine Einfriedung zu öffentlichen Verkehrsflächen mit einer maximalen Höhe von 1,75 Metern vor, die als Hecken- oder Strauchpflanzung oder als Holz- und Maschendrahtzaun auszuführen seien. Stacheldraht dürfe nicht verwendet werden: "Aufgrund der besonderen Eigenart der geplanten Anlage beabsichtigt die Firma den Zaun bis auf zwei Meter zu erhöhen und im oberen Bereich Stacheldraht zu verwenden", sagte Lehn und klärte auf, dass beides mit Sicherheitsaspekten begründet werde. "Aus Sicht der Verwaltung ist dies auch nachzuvollziehen und durchaus vertretbar", sagte Lehn, zumal Stacheldraht im Gemarkungsgebiet der Gemeinde wegen der Bundeswehr "nichts ungewöhnliches" sei.

Dem konnten nicht alle Gemeinderäte uneingeschränkt zustimmen. Insbesondere der Stacheldraht im oberen Bereich des Zaunes führte zu Diskussionen. So konnte Adrian Schiefer (FW) sein "ungutes Gefühl" nur schwerlich unterdrücken und wandte sich strikt dagegen, während manche Kollegen versicherungsrechtliche Erfordernisse ins Feld führten. Die Debatte drückte sich schließlich auch im knappen Abstimmungsergebnis aus. Während die beantragte Erhöhung des Zaunes mit großer Mehrheit gebilligt wurde, stimmte am Ende nur eine knappe Mehrheit von sieben zu sechs Stimmen der Anbringung von Stacheldraht zu. Abschließend wies Bürgermeister Maik Lehn darauf hin, dass das letzte Wort in der Sache im Landratsamt Sigmaringen gesprochen werde, von wo aus der Bauantrag zu genehmigen sei.

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