Stetten am kalten Markt BwDLZ: Abschiedsfeier für Behördenleiter Hartmut Keßler in Alemannenhalle

Knapp 13 Jahre hatte Oberregierungsrat Hartmut Keßler dem Bundeswehrdienstleistungszentrum (BwDLZ), der früheren Standortverwaltung) Stetten am kalten Markt als Leiter vorgestanden. Am vergangenen Donnerstag wurde er im Beisein zahlreicher Gäste im Rahmen einer Feierstunde offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Die Präsidentin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), Ulrike Hauröder-Strüning, hatte zu der Feierstunde eingeladen und viele hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie Verbänden, Behörden, Schulen und Vereinen gaben sich in der Stettener Alemannenhalle zum Festakt ein Stelldichein. Feierlich umrahmt wurde die Feierstunde von einem Quintett des Collegium Musicale. Zwar war es der Vizepräsidentin des BAIUDBw, Hedwig Hoffmann, vorbehalten die Festansprache zu halten und dem scheidenden Behördenleiter die Urkunde zur offiziellen Versetzung in den Ruhestand auszuhändigen, doch auch von vielen anderen Weggefährten erfuhr Keßler zum Abschied hohe Wertschätzung und Danksagungen.

Hedwig Hoffmann zeichnete den Werdegang Keßlers in der Bundesehrverwaltung ebenso nach, wie sie die Entwicklung der früheren Standortverwaltung zum modernen Dienstleitungszentrum mit riesigem Aufgabenspektrum und neuer Organisationsform aufzeigte. "Die Bedeutung des BWDLZ ist in ihrer Amtszeit enorm gewachsen", unterstrich sie und attestierte Keßler, diese, wie sie sagte, gewaltigen Herausforderungen mit Bravour gemeistert, zu haben. So hätten sich die Zuständigkeiten des BWDLZ sowie die räumlichen Entfernungen zu den jeweiligen Dienststellen in erheblichem Maße ausgeweitet. "Sie zeichneten mit ihren Beschäftigen für die verwaltungsmäßige und wirtschaftliche Betreuung von aktuell über 5000 Soldaten und zivilen Mitarbeiter der Bundeswehr verantwortlich", umriss sie Keßlers großen Zuständigkeitsbereich.

Großer Bahnhof in der Alemannenhalle für den scheidenden Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums Stetten a.k.M..
Großer Bahnhof in der Alemannenhalle für den scheidenden Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums Stetten a.k.M.. | Bild: Gerd Feuerstein

Im Beisein vieler Kollegen dankte Stettens Bürgermeister Maik Lehn auch in deren Namen für das stets gute Miteinander und die vielfältige Unterstützung, die man in Keßlers Zeit als Leiter des BwDLZ immer erfahren habe. Gerade für die Heuberggemeinde sei Keßler in der Zeit diverser Strukturreformen der Bundeswehr ein wichtiger und verlässlicher Partner gewesen, betonte Lehn und verabschiedete den sportlich ambitionierten Pensionär mit einem passenden Präsent.

Ein solches hatte auch Oberstleutnant Udo Eckbrett im Gepäck. Der Kommandant des Truppenübungsplatzes, der für die Uniformierten des Standorts sprach und mit Keßler nahezu die selbe Dienstzeit am Standort Stetten verbracht hat, hob die erhebliche Mehrarbeit hervor, die das Stettener BwDLZ gegenüber vergleichbaren Dienststellen habe, die keinen Truppenübungsplatz zu verwalten hätten. Man habe "sehr vieles gemeinsam und in bester Zusammenarbeit bewegen" können, sagte er. Während die Militärs die Standortverwaltung früher gerne "als Feind im Frieden" bezeichnet hätten, habe sich dieses Bild inzwischen gewaltig gewandelt. "Heute steht das gemeinsame Wirken für ein Ziel im Vordergrund", sagte Eckbrett und überraschte Keßler mit einer Nachbildung des Truppenübungsplatzes, geschnitzt auf einer Scheibe eines Baumes, der auf dem Platz gewachsen war.

Forstdirektor Dietmar Götze, der zur Freude Keßlers die Jagdhornbläser mitgebracht hatte, bezeichnete diesen als "Teil des Dreigestirns", das – neben dem Kommandanten des Platzes und dem Leiter des Bundesforstes – zu jedem Truppenübungsplatz gehöre: "Durch unser offenes und äußerst freundschaftliches Verhältnis konnten wir die Zukunft unseres Standorts und des Übungsplatzes positiv vortreiben", betonte Götze.

Die Jagdhornbläser des Bundesforstes ehren Hartmut Keßler mit einigen Signalen.
Die Jagdhornbläser des Bundesforstes ehren Hartmut Keßler mit einigen Signalen. | Bild: Gerd Feuerstein

Auch Ewald Hoffmann, Vorsitzender des Personalrats, würdigte Keßlers Verdienste und dessen stets vertrauensvollen Umgang mit dem Personal, bevor Keßler selbst in bewegenden Worten seine – nach eigener Aussage – bedeutendsten Stationen und Persönlichkeiten Revue passieren ließ, die ihn in seinem langen beruflichen Werdegang "am meisten geprägt" hatten. Seinen vielen Mitarbeitern attestierte er stets mit ihm durch dick und dünn gegangen zu sein, bevor der Festakt bei guten Gesprächen in gemütlicher Runde zu Ende ging.

Zur Nachfolge

Während üblicherweise bei Verabschiedungen auch ein Nachfolger für den scheidenden Amtsinhaber präsentiert wird, wurde beim Festakt von vielen Stellen und Rednern bedauert, dass dies im Fall des Stettener Bundeswehrdienstleistungszentrums noch nicht erfolgt sei. Wie Vizepräsidentin Hedwig Hoffmann wissen ließ, seien bislang noch nicht alle notwendigen personalrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, sodass die Amtseinführung eines potentiellen Nachfolgers in einer gesonderten Veranstaltung erfolgen müsse. Allerdings könne sie die feste Zusage machen, dass der Dienstposten definitiv mit einem neuen Dienststellenleiter oder einer neuen -leiterin besetzt werde, stellte Hoffmann fest. 

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