Sigmaringen Zirkus Charles Knie in Sigmaringen: Manege ist weiter gefragt

Der Zirkus Charles Knie begeistert das Sigmaringer Publikum. Geziegt wird eine tolle Show mit Tieren und einer großartigen Akrobatik.

Sigmaringen – Zirkus soll in erster Linie gute Unterhaltung sein, kurz um: ein Riesenspaß für die Familie. Der Zirkus Charles Knie, der noch bis einschließlich Sonntag seine Zelte in Sigmaringen auf dem Festplatz neben der Stadthalle aufgeschlagen hat, wird diesen Ansprüchen voll gerecht. Atemberaubende Akrobatik wechselt sich ab am laufenden Band. Auch bietet die Show des Zirkus einen besonderen Stil aus abwechslungsreicher Live-Musik, individuellen Kostümen, euphorischen Artisten und Tieren. Daneben verzückt Clown Henry aus Venezuela die Besucher mit viel Witz. Ganz schön frech, was er mit seinen Freiwilligen aus dem Publikum so macht. Die Besucher, ob jung oder alt, waren bei der Premierenvorstellung des Zirkus jedenfalls hellauf begeistert.

Tiernummern begeistern

Für Freude sorgten die Tiernummern – beispielsweise die hohe Schule von Marek Jama mit Pferden, Miniponys, exotischen Rindern, Kängurus und Seelöwen, die ihren „Herrchen“ sogar feuchtheiße Küsschen gaben. Als wahrer Gummimann präsentierte sich César Pindo. Der Artist aus Ecuador zeigte die Kunst der Kontorsionistik, wie das Verbiegen des Körpers bis hin zu eigentlich menschenunmöglichen Verrenkungen in der Fachsprache genannt wird. Da tat einem schon das Zuschauen weh und man fragte sich, ob dieser Mensch überhaupt Knochen haben kann. Die Messoudi-Brothers, die aus Vater und drei Brüdern bestehen, gehören einer neuen Generation von Artisten an, sie stehen für eine Einheit aus Kraft und Ästhetik. Im kräfteraubenden Adagio-Tempo formten die vier Handstandkünstler immer neue Figuren und lebende Skulpturen.

Außergewöhnliche Dressuren zeigte der deutsche Tierlehrer Jochen Träger-Krenzola. Seine Kleintiernummern mit Zwei- und Vierbeinern wie Hunden, Ziegen, Katzen, Zwergenten, Füchsen, Minischweinen, Truthähnen, Gänsen, Papageien und Tauben begeisterten besonders das junge Publikum. Über den Wolken – in diesem Fall unter der Zirkuskuppel – sorgten die „Flying Wulber“ für atemberaubende Spannung mit Sprüngen aus 17 Metern über dem Boden. Der dreifache „Salto-Mortale“ gehört natürlich zum einmaligen Repertoire der sechs Luftakrobaten.

In der Pause hatten die Besucher Gelegenheit, es sich im Restaurationsbetrieb bei Popcorn und gewissen Getränken gut gehen zu lassen. „Es ist schon ein Unterschied, ob man so eine Trapez-Nummer live erlebt oder im Fernsehen“, war Susi Staudenmayer in der Pause voll des Lobes über die Vorstellung der Flugartisten und ihr Mann Wolfgang pflichtete ihr bei: „Insgesamt eine tolle Show“. Vor drei Jahren gastierte der Zirkus bereits in Sigmaringen. Der Pressesprecher des Unternehmens, Patrick Adolph, der vor fünf Jahren die Aufgabe übernommen hat, erinnert sich noch gerne zurück. „Da heißt es immer wieder, der Zirkus sei in der Krise. Davon haben wir nichts festgestellt. Natürlich sind die Vorstellungen unterschiedlich besucht“. Patrick Adolph ist Zirkusmann durch und durch. „Seit 50 Jahren bin ich in verschiedenen Zirkusunternehmen tätig“, sagt er im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Seine ersten Erfahrungen in Organisation und Verwaltung sammelte er beim Staatszirkus der DDR. Auch nach der Pause reißen die Höhepunkte nicht ab. Unzählige Keulen und Bälle flogen durch die Manege bei der Jonglage der „Messoudis“, während das Zirkus-Charles-Knie-Ballett in wunderschönen Kostümen die einzelnen Darbietungen bis zum großen Finale der Artisten begleitete.

Hohe Investitionen in eine ausgeklügelte Licht- und Tonregie setzen das lebensfrohe und bunte Spektakel in Szene und sorgen so für eine einmalige Atmosphäre. Der tosende Applaus am Ende der Vorstellung für die Akteure war ein Beweis dafür, dass die Vorstellung dem Publikum gefallen hat.

 

Zirkus Charles Knie

Weitere Vorstellungen auf dem Festplatz an der Stadthalle in Sigmaringen gibt es am heutigen Samstag um 16 und 19.30 Uhr. Am morgigen Sonntag, 8. Oktober, um 11 und 15 Uhr. Auch eine Tierschau ist am Samstag ab 10 Uhr zu sehen. Vorverkauf ab sofort im Ticket-Online-Shop oder täglich ab 10 Uhr an den Zirkus-Kassen vor Ort sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen. Die Eintrittspreise liegen bei 15/26/32 und 34 Euro. Ermäßigte Karten gibt es zu 12/22/28 und 30 Euro.

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