Sigmaringen Schwimmfest bringt Hochgefühl

Das Freibad in Sigmaringen verzeichnet wieder neue Spitzenwerte bei den Wettbewerben und eine tolle Resonanz. Auch die heimischen Schwimmathleten brauchten sich nicht zu verstecken.

Nicht wirklich warm und nicht völlig wolkenlos: An solchen Tagen erlaubt das Freíbad seinen Besuchern normalerweise nicht, nur das kristallklare Wasser, sondern auch die Ruhe zu genießen. Gleichwohl pulsierte über zwei Tage das pralle Leben. Dem Aufruf zum Zehn-Stunden Schwimmen waren laut Mitteilung nicht nur junge DLRGler nebst einer Elterngruppe, sondern auch Lebensretter-Crews aus Ertingen und Heidenheim gefolgt. Darüber hinaus fand sich spontan ein Team normaler Badegäste ein, die das Ergebnis von 2977 auf sagenhafte 3472 Bahnen steigerten. Das ergab rund 170 Kilometer Gesamtstrecke und ist nicht nur ein sportliches, es ist auch ein moralisches Erfolgsgefühl. Denn der Sponsor, die Stadtwerke Sigmaringen, versprachen der örtlichen Obdachlosenhilfe und der Krebsberatungsstelle pro 50-Meter-Bahn einen netten Obulus.

Dauerten die Zehn-Stunden-Strapazen bis um zehn Uhr nachts, hieß es für die Athleten schnell regenerieren, weil am Folgetag der zweite Schwimmwettbewerb begann. Ohne Frage eine noch größere Herausforderung, weil mit den fast kompletten Schwimmvereinen TV Mengen und TSV Riedlingen höchstkarätige Gegner angesagt waren. Doch siehe da, die Sigmaringer Helden mussten sich nicht verstecken. Über 100 Meter Freistil errang Jannig Jerg (DLRG, TSV Laiz) die Silbermedaille, nach Tobias Kapp vom TSV Riedlingen und vor Ernst Selg vom TV Mengen. In dieser Disziplin und im Jahrgang 2002 und älter der Mädchen behaupteten sich Jule Henze und Antonia Keller (beide DLRG) nach der Riedlingerin Helen Scheffold mit Platz 2 und 3. Die gleiche Reihenfolge ergab sich in 50 Meter Brust.

Von den Jahrgängen 2003 bis 2007 und jünger erkämpften sich zumeist die illustren Gäste die Titel: So der Riedlinger Luca Haid und Vereinskameradin Marlene Fischer über 100 Meter Freistil. Oder die Mengener Moritz Selg und Jenny Hennig über 50 Meter Freistil. Doch halt! Hatte sich der Gutensteiner Emilian Hollank (TSV Laiz) mit seinem zweiten Platz in 50 Meter Freistil offenbar erst warmgeschwommen, setzte er unter frenetischer „Mili-Mili“-Anfeuerung zum 50-Meter-Brust-Siegeszug an. Und dabei riss er den DLRGler Yosthin Keller gleich mit. Ob nun auch Lotta Kühn (DLRG, TSV Laiz) sich einen Erfolg in Rücken erkämpfte, oder die Staffeln aller Altersklassen sich durch die Wellen kämpften – das Publikum wogte mit. Spätestens nach dem Eltern-Kind-Schwimmen, bei dem sich die Sechs- bis Achtjährigen, nach 25 Metern Transport auf dem Rücken der Erzeuger sich über weitere 25 Meter alleine bewähren mussten, wurde klar: Das Doppelschwimmfest wird 2018 noch größer und spannender, und wenn es nicht regnet, noch schöner sein.

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