Sigmaringen Neues Gesprächsangebot in Sigmaringen

Leitung der Erstaufnahmeeinrichtung hält nun regelmäßig eine Sprechstunde ab. Regierungspräsident Klaus Tappeser nimmt an der ersten Runde im Rathaus der Kreisstadt am 28. Juni teil.

Die augenblickliche Gemütslage in der Kreisstadt lässt sich im Zuge der am 1. Juli abgehaltenen Bürgermeisterwahl als leicht angespannt bezeichnen. Vor allem die Flüchtlingspolitik ist wieder in aller Munde. Jeder bekannte Einzelfall von kriminell gewordenen Flüchtlingen schürt in gewissen Kreisen Empörung und Ressentiments. Andere wiederum, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, wenden sich gegen Vorurteile und Rassismus.

Stets aber steht die Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) in der Kreisstadt in der ehemaligen Graf-Stauffenberg-Kaserne im Fokus. Die Einrichtung ist dem „Referat 15.2 – Flüchtlingsaufnahme“ des Regierungspräsidiums Tübingen zugeordnet. Und ihr Regierungspräsident Klaus Tappeser ist im Besonderen auf einen Ausgleich bedacht. „Ein enger Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Sigmaringen über die Landeserstaufnahmeeinrichtung Sigmaringen ist mir wichtig“, so Tappeser in seiner Stellungnahme, die mit dem Angebot einer zusätzlichen Bürgersprechstunde verbunden ist.

Konstruktive Einzelgespräche

Diese soll ab sofort an jedem zweiten Donnerstag im Monat mit der Leitung der Landeserstaufnahmeeinrichtung ermöglicht werden. „Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich so in konstruktiven Einzelgesprächen umfassend informieren und aktuelle Probleme mit den Entscheidungsträgern besprechen“, erläutert Regierungspräsident Klaus Tappeser. Er selbst trage die Absicht, bei der Sitzung am Donnerstag, 28. Juni, im Rathaus zugegen zu sein.

Es ist die Erweiterung eines bereits bestehenden Gesprächsangebots, das seit Oktober 2015 festen Bestand hat. Hier bieten die Streetworker der Erstaufnahmeeinrichtung wöchentlich eine regelmäßige Sprechstunde im Rathaus der Kreisstadt an. Diese bewährte Veranstaltung ist jeweils donnerstags von 16 bis 17 Uhr im Terminkalender fest verankert. „Mit diesem Sprechstunden-Angebot ergänzen wir nun die breite Palette an Informationsveranstaltungen des Regierungspräsidiums Tübingen“, begründet Tappeser diese nunmehr umgesetzte Maßnahme.

Regelmäßig finden auf der Basis von zuvor getätigten Anmeldungen informative Führungen für interessierte Bürger auf dem Gelände der Erstaufnahme statt. Zudem ruft das Regierungspräsidium Tübingen in Erinnerung, bereits mehrfach öffentliche Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen und Entwicklungen sowie gegenseitige Austauschtreffen zwischen Asylsuchenden sowie Bürgern der Stadt Sigmaringen ermöglicht zu haben. Schließlich würde für alle, die sich direkt und persönlich vor Ort informieren möchten, die weitere Möglichkeit bestehen, zu den Öffnungszeiten des Begegnungszentrums (von Montag bis Samstag, 15 bis 18 Uhr) im ehemaligen Offiziersheim bei einem Kaffee mit Bewohnern dieser LEA ins Gespräch zu kommen.

Darüber hinaus veranstaltet das Regierungspräsidium Tübingen in regelmäßigen Abständen Rundgänge mit Bürgermeister Thomas Schärer und den übrigen Mitgliedern des Gemeinderats der Kreisstadt. In diesem Rahmen hatte Regierungspräsident Tappeser den Vertretern der Bürgerschaft zuletzt am 25. April dieses Jahres einen umfassenden Einblick in die Strukturen innerhalb der Einrichtung vermittelt sowie über die täglichen Herausforderungen informiert.

Fast 500 Bewohner

Die Erstaufnahmestelle in Sigmaringen ist mit einer Aufnahmekapazität von 875 Personen konzipiert worden. Derzeit sind – Stand 4. Juni 2018 – 498 Bewohner in der ehemaligen Kaserne untergebracht. Sie stammen vor allem aus Nigeria, Gambia, Marokko, Syrien und Georgien. Ihre Verweildauer in der LEA beträgt nach Angaben des Regierungspräsidiums aktuell durchschnittlich drei bis vier Monate.

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