Sigmaringen Gospelchor "Promised Land" blickt auf 30-jähriges Bestehen zurück

Einer der bekanntesten Gospelchöre feiert sein Jubiläumskonzert am Sonntag, 15. Oktober, in der Evangelischen Stadtkirche in Sigmaringen.

Wenn am Sonntag in der Evangelischen Stadtkirche um 18 Uhr ein Gospelkonzert mit "Promised Land" stattfindet, ist das eigentlich eine Art musikalische Geburtstagsfeier. Denn 1987 war eine große "Delegation" aus Sigmaringen beim Kirchentag in Frankfurt. Organisiert von Mira und Ulrich Mildenberger, nichts ahnend, dass daraus einer der ersten Gospelchöre der Region entstehen würde. Bei der Nachbesprechung des Kirchentagsbesuchs erinnerten sich die Teilnehmer an den fulminaten Auftritt eines Gospelchors aus England. Die Idee von Mildenberger, ob man so etwas nicht selbst versuchen könnte, fiel auf fruchtbaren Boden. Es wurde ein Chor gegründet, der in den Folgejahren selbst auf zahlreichen evangelischen und katholischen Kirchentagen große Erfolge feiern konnte.

Ab Oktober 1987 fanden wöchentliche Proben auf der Empore der Stadtkirche statt. Ulrich Mildenberger arbeitete sich in die Materie ein und leitet heute noch den Chor, in dem seine Frau Mira auch solo singt. Gitarre und Banjo dienten als Begleitinstrumente. Der Chor wuchs rasant an. "In der damaligen Zeit waren Gospelchöre noch exotisch, da waren wir Pioniere", erinnert sich Mildenberger. Spannenderweise entstand in Sigmaringen innerhalb von 14 Tagen ein zweiter Gospelchor: "Wir für Euch". Gesungen wurden ohne Noten, nur mit den Texten als Vorlage. Nach und nach kamen andere Instrumente dazu, vor allem das Klavier war irgendwann nicht mehr wegzudenken. Auch in Namen war mittlerweile gefunden: "Promised Land".

Er hatte mit dem Inhalt der Lieder zu tun: Lieder der Vision einer Welt, die nicht nur für ein paar wenige Leute eine lebenswerte Heimat ist. Die Instrumentierung wurde immer bunter. Saxofone passten gut zu den Liedern, Gitarren kamen dazu, Schlagzeug durfte nicht fehlen und dann ein Bass. Auch die Technik zog in den Chor ein. Ein Höhepunkt war eine CD-Aufnahme mit dem legendären Winfried Spinnler, dessen Feeling, wie man mit blutigen Laien umgeht, für viele Chöre unvergesslich sein dürfte. "Die Leute aufzuzählen, die in Laufe der 30 Jahre im Chor waren ist unmöglich", sagt Mildenberger. Es gibt eine Regel: Was an Spenden bei Konzerten reinkommt, geht in Projekte für Menschen, die Unterstützung brauchen.

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