Schwenningen Rat diskutiert über Sportanlagen

Seit Jahren sind der Rückbau des Kleinspielfelds und der Rückbau der 100-Meter-Bahn auf dem Sportgelände Staudenbühl Thema im Gemeinderat und beim Sportverein. Inzwischen hat sich der Sportverein (SV) Schwenningen als Hauptnutzer des Sportzentrums Gedanken gemacht, wie das Kleinspielfeld sinnvoll weiter genutzt werden könnte. Gemeinderat Werner Scheuble, der gleichzeitig Vorsitzender des SV Schwenningen ist, gab so in der jüngsten Sitzung bekannt, dass der Verein ein Gremium installiert hat, das sich parallel um vier Alternativen kümmert.

"Viele beneiden uns um unsere Sportanlage", stellte er fest. Ratsherr Karl Siber, ebenfalls seit Jahrzehnten im SV beheimatet, brachte die Überlegung ins Spiel, den demnächst durch den Hallen-Neubau für die Ausweichhalle des Bauhofs anfallenden Aushub auf den Sportplatz vor dem Sportheim zu bringen, damit der Platz kostengünstig verlängert werden könnte. Auf diese Weise könnte der SV den Hauptspielplatz langfristig wieder vor das Sportheim bekommen, sagte er. "Aber in dem Zusammenhang müssten natürlich die 100-Meter-Bahn sowie das Kleinspielfeld rückgebaut werden." Fritz Grad verlangte, man sollte den anfallenden Aushub lieber für die Anlegung weiterer Parkplätze nutzen. Er vertrat die Ansicht, dass der Schulsport im Freien stattfinden sollte. "Es wäre schade, jetzt alles zurückzubauen", bedauerte der Bürgermeisterstellvertreter. Die dauerhafte Verlagerung des Schulsports hält er für eine gefährliche Entwicklung. Bürgermeisterin Roswitha Beck entgegnete ihm, die Schule würde die Sportanlage Staudenbühl nicht mehr nutzen, wohl auch wegen der Entfernung von der Schule zur Sportanlage. Gemeinderätin Erika Veit stellte fest, dass Schwenningen keine Tradition für Leichtathletik habe. "Wir sollten kein Geld ausgeben, wenn kein Bedarf da ist", sagte Veit.

Schließlich einigten sich die Gemeinderatsmitglieder darauf, die Entscheidung zu vertagen. Werner Scheuble will die Kosten für den Rückbau bis dahin ermitteln. Die Gemeinderäte wurden von der Bürgermeisterin gebeten, sich die Situation vor Ort nochmals anzusehen. Geplant hatte die Verwaltung einen Beschlussvorschlag, der vorsah, noch im Jahr 2017 die 100-Meter-Bahn und die komplette Kugelstoßanlage zurückzubauen. Und auch das Kleinspielfeld sollte rückgebaut werden, damit die Aktiven des Sportvereins Schwenningen die Möglichkeit bekommen, ihren Sportplatz zu verlängern und die frei gewordene Fläche in Zukunft für Parkplätze zu nutzen.

Rückblick

Bereits 2008 wurden der Rückbau der Kugelstoßbahn und der Rückbbau und die Abböschung der Sitzstufen entlang der Laufbahn beschlossen. Der Bauhof der Gemeinde baute die Sitzstufen vor Jahren zurück. Der Gemeinderat hat in der Haushalts-Klausur im Januar diesen Jahres nun vereinbart, dass 2017 Kostenvoranschläge für den Rückbau des Kleinspielfelds eingeholt werden. Dann will das Gremium eine Entscheidung treffen. (wk)

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