Schwenningen Ideenreiche Jugendliche

Die Ergebnisse des ersten Jugendhearings, das am 8. April, mit 23 Jugendlichen stattfand, wurde jüngst im Gemeinderat vorgestellt. So eine große Beteiligung wie in Schwenningen, gab es bisher in anderen Gemeinden noch nie, sagte Christine Brückner vom Landratsamt gegenüber den Gemeinderäten und attestierte den Jugendlichen aus der Heuberggemeinde, viele tolle Ideen eingebracht zu haben.

Inzwischen gab es vierzehn Treffen. Je zweimal tagten die Dorffest- und die Seifenkistengruppen. Das Thema Jugendräume wurde von zwei Gruppen parallel angegangen. Während sich die Gruppe "Jugendraum 2000" sechsmal mit dem Schwerpunkt Raumsuche traf, sei die Gruppe "Neuen Jugendraum" viermal zusammen gekommen, um sich Gedanken über die Finanzierungsmöglichkeiten zu machen. Drei Jungen und vier Mädchen stellten die Ergebnisse vor. Florian Scheuble vertrat die Dorffestgruppe, die sich ein Dorffest 2019 wünscht. Bis dahin wolle die Jugend auch Arbeitseinsätze übernehmen. Beispielsweise sei vorgesehen, im Strohpark einen Jugendtag zu organisieren. "Wir wollen das Miteinander von jung und alt fördern", teilte sein Kollege Brian Grathwohl mit. Die Jugend wolle sich eigenständig mit einer Aktion wie dem Seifenkistenrennen einbringen.

Das überragende Thema war aber der Treffpunkt der Jugendlichen. Sarah Stingel sagte, die Jugendlichen bräuchten diesen Treffpunkt für die sinnvolle Freizeitgestaltung. Einen Ort ohne Eltern, wo sich der Zusammenhalt im Gemeinwesen stärken lasse. Die Iden zur Finanzierung stellte Pia Siber vor. Beim "Hay Mountain Festival" am 12. August werden die Jugendlichen alkoholfreie Cocktails verkaufen und beim Strohpark servieren sie Kuchen. Anfang August soll zudem ein Ferienprogramm-Tag angeboten werden. Geplant ist ferner die Teilnahme am Seminar "Wie organisiere ich einen Jugendraum", eine Fortbildung in Europa-Politik sowie eine Fahrt in den Europapark.

Es folgte die Debatte des Gemeinderates. Ratsherr Hansjörg Friedrich findet diese Keimzelle super. Er stellte die Frage, wie man es machen könne, dass dieses Engagement langfristig weiter besteht. Dazu antwortete Pia Siber, die Jugendlichen beabsichtigen, dieses Engagement an die nächste Generation weiterzugeben. Gemeinderat Vinzenz Greber schlug vor, einmal jährlich die 14-Jährigen aufzurufen, sich ebenfalls in die Jugendgruppe einzubringen. Fritz Grad hält es für sehr wichtig, dass die Jugendlichen einen Begegnungsraum bekommen. Hansjörg Friedrich wünschte, der Jugendraum der Gemeinde müsste auch unter deren Regie geführt werden können. Allgemein herrschte im Gremium große Begeisterung über die Ideen und Motivation der Jugend. Gemeinderat Daniel Sprissler, der früher selbst neun Jahre lang Vorsitzender der katholischen Landjugendbewegung (KLJB) war, stellte fest, dass die Interessen der Jugendlichen zwischen 14 und 17 – auch aus versicherungstechnischen Gründen- nicht mit denen der KLJB unter ein Dach zu bekommen seien. Deshalb wird das Thema Do-Treff bei der KLJB auch von den anwesenden Jugendlichen ab 14 Jahren nicht weiter verfolgt.

Bürgermeisterin Roswitha Beck versprach, die Gemeinde werde nach Möglichkeiten Ausschau halten, um den passenden Jugendraum ausfindig zu machen. Das Thema Dorffest werde sie bei der Vereinsvorstandssitzung im Herbst diskutieren.

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