Schwenningen Gemeindrat befasst sich mit der Wasserversorgung und dem Thema Rohrnetzanalyse

In verschiedenen Sitzungen waren das Wasserleitungsnetz und die Leck-Ortung immer wieder Thema im Gemeinderat. Aus dem Rat kam inzwischen die Forderung zur Klärung, ob die vielen Rohrbrüche durch zu hohe Druckverhältnisse im Netz begründet sind. Die Firma "RBS Wave", eine Tochter der Netze BW, hat der Gemeinde nun ein Angebot zur Rohrnetzanalyse und -berechnung des Wasserrohrnetzes unterbreitet.

Marcus Reuther, Diplom-Ingenieur für Siedlungswasserwirtschaft, war im Gemeinderat und stellte das System vor. "Ziel ist es, die Versorgungsverhältnisse zu untersuchen und damit die Voraussetzungen für den Ausbau und die Optimierung der Trink- und Löschwasserversorgung zu schaffen", informierte der Fachmann. Eine der Grundlagen für die Untersuchung sei die Erstellung eines wirklichkeitsgetreuen Rechennetzmodells, mit dem Druck- und Strömungsverhältnisse für Situationen simuliert würden. Auf diese Weise ließen sich die Leitungsarten zuverlässig beurteilen sowie die Lage und Systemrelevanz der Einspeisungen ins Netz überprüfen. Dabei werde der hydraulische Zustand des Wasserrohrnetzes geprüft und das zuvor erstellte Rechennetzmodell an die Realität angepasst. Die Beschreibung der Optimierungsberechnung verfolge das Ziel, die Druckverhältnisse im Netz und die Löschwasserversorgung aus dem Netz zu verbessern. Daneben müssen die Versorgungssicherheit erhöht und die Voraussetzungen für weitere Erschließungen sowie Baugebietserweiterungen geschaffen werden. Die Kosten für die Rohrnetzanalyse lägen bei rund 14 000 Euro.

Reuther sprach auch die Überwachung des Netzes durch Leak Control an. Das bedeutet die Anbringung von Datenloggern zur Leckage-Ortung. Reuther sagte, zwei oder drei dieser mit Ultraschall betriebenen Geräte würden ausreichen. Leak Control sei eine Alternative zu den durch die Albstadtwerke angebotenen Geräusch-Loggern.

Bürgermeisterin Roswitha Beck sagte, das Gremium sollte überlegen, ob ein Auftrag zur Durchführung einer Rohrnetzanalyse sowie für die Rohrnetzberechnung des Wasserrohrnetzes vergeben werden soll. Die Entscheidung zu Gunsten der Ultraschall-Messgeräte könne erst nach erfolgter Rohrnetzanalyse und -berechnung des Wasserrohrnetzes getroffen werden. Ein Mittelansatz ist im Haushalt 2017 nicht vorhanden. Beschlüsse wurden noch nicht gefasst.

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