Schwenningen Feuerwehr meistert unangekündigte Übung auf dem Schönfeld

Am Samstagabend rief der Kommandant der Feuerwehr Schwenningen, Marcus Siber, seine Truppe zu einer unangekündigten Alarmübung. Pünktlich um 18.25 Uhr wurden die Mitglieder der Einsatzabteilung von der Leitstelle über die Meldeempfänger still alarmiert. Auf Sirenenalarm wurde somit verzichtet. Als Übungsobjekt diente das landwirtschaftliche Anwesen, Haus 7, von Gerhard Gutmann im Ortsteil Schönfeld, das direkt an das Wohnhaus angebaut ist.

Bereits zehn Minuten später traf die Wehr mit ihrem Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 und einem mit 2500 Litern Wasser gefüllten Tank auf dem Schönfeld ein. Weitere Wehrleute folgten eine Minute später mit dem Gerätewagen Transport (GWT), der für die Schwenninger Wehr so ausgestattet ist, dass er als zweites Löschfahrzeug eingesetzt werden kann. Der GWT hat allerdings keinen Wassertank wie das TLF.

Vier verletzte Personen waren im Gebäude eingeschlossen und mussten von den Atemschutzgeräteträgern herausgeholt werden, so die Übungsannahme. Drei Atemschutztrupps mit jeweils zwei Mann waren zur Menschenrettung im verrauchten Gebäude, ein weiterer Atemschutztrupp stand als Sicherungstrupp bereit. "Das ist unsere Lebensversicherung", stellte Kommandant Siber fest. "Ein weiterer Beweggrund, warum ich diese Übung auf dem Schönfeld angesetzt habe, war die Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Löschwasserversorgung", sagte der Feuerwehr-Chef. Die ursprünglich für dieses Haus geplante Löschwasserentnahmestelle wäre 150 Meter weiter entfernt auf der benachbarten Nusplinger Gemarkung im Ortsteil Harthöfe gewesen. Erst nachdem die Feuerwehr Schwenningen diesbezüglich interveniert hatte, wurde ein zusätzlicher Überflurhydrant in der Nähe des Gebäudes Gutmann eingerichtet, sodass der Objektschutz gewährleistet werden kann. Nach der Rettung der vier Eingeschlossenen folgte mit sechs Rohren ein massiver Außenangriff von der West- und der Nordseite. Dabei erreichte die Feuerwehr wieder die Leistungsgrenze der Löschwasserversorgung. Einsatzleiter war der stellvertretende Kommandant Hubert Schwanz. Im Verlauf der Übung fanden sich einige Schaulustige ein, darunter auch Jugendliche der Nachwuchstruppe.

Bei der folgenden Übungsnachbesprechung beim Feuerwehrhaus revanchierte sich Kommandant Marcus Siber bei der Wehr mit Steaks, Grillwürsten und Getränken für die Leistungen bei der Alarmübung. Im Einsatz waren 19 Männer sowie die Feuerwehrfrau Christine Siber. Der Kommandant äußerte sich zufrieden über den Leistungsstand seiner Truppe trotz fehlender Realeinsätze. "Meine Wehr hat ihr Geschäft optimal im Griff", sagte Marcus Siber und verabschiedete die Kameraden in die Sommerpause.

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