Schwenningen 21. Schwenninger Strohpark eröffnet: Vorhang auf für 32 Kunstwerke

500 Besucher sahen sich zur Eröffnung die 32 Strohfiguren im Schwenninger Strohpark an – und in den nächsten Wochen sollen es noch einige mehr werden. Die Strohbinder haben tausende Arbeitsstunden investiert und zeigen Figuren, die sich drehen, leuchten oder sogar rauchen.

Mehr als 500 Besucher sind am Samstag zur Eröffnung der Freiluftausstellung "Ideen aus Stroh" in die Heuberggemeinde gekommen – und für die nächsten Wochen werden noch einige mehr erwartet. Der 21. Strohpark zeigt bis Sonntag, 8. Oktober, insgesamt 32 Kunstwerke. Dabei ist es den Schwenninger Strohbindern gelungen, das seit Jahren hohe Niveau an Kunstwerken aus Stroh zu erhalten oder sogar zu übertreffen.

Bereits beim ersten Rundgang zeigten sich einige Besonderheiten: Der Männergesangverein "Eintracht" setzte seine Idee, den Zeppelin "Hindenburg" im Maßstab 1 zu 50 sowie beweglich und mit Beleuchtung aus Stroh zu fertigen, bravourös um. Der Albverein schuf eine riesengroße Windmühle und einen beweglichen übergroßen Hampelmann bauten die Mitglieder des Elferrates vom Narrenverein. Und der kleine Drache Grisu von der Feuerwehr, die Schneckenpost vom Turnverein sowie der Hahn vom Musikverein sind Gästen im äußeren Bewirtungsbereich ganz nah und schauen ihnen fast über die Schultern.
 

Erstmals dabei sind die Damen der Lauftreffgruppe. Die "Häsinnen" schufen den Zauberhut, dessen Geheimnis jeder Besucher der Figur lüften kann.
Erstmals dabei sind die Damen der Lauftreffgruppe. Die "Häsinnen" schufen den Zauberhut, dessen Geheimnis jeder Besucher der Figur lüften kann. | Bild: Wilfried Koch

Siebzehn Figuren stehen im Strohpark, die von 50 Kindern gebaut wurden. Aus der Welt der Tiere stammen eine Unterwasserwelt, ein Teddy, einige Zirkusrobben, ein Delfin, eine Schweinefamilie, die wilden Hühner, die Schlange Kaa der KLJB, ein Bär mit Fisch, das Ungeheuer von Loch Ness sowie "Alle meine Entchen". Dazu kommen die Minions, die Schneemannfamilie, der Vollernter, Dumbo, Kettcar und das Kunstwerk "Alle wollen nach oben". Den Trend "Fidget-Spinner" setzten zwei Mädchen ins rechte Licht.
 

Die Feuerwehr freut sich über ihren Drachen Grisu, der für künfige Aufgaben eine wichtige Stütze sein soll.
Die Feuerwehr freut sich über ihren Drachen Grisu, der für künfige Aufgaben eine wichtige Stütze sein soll. | Bild: Wilfried Koch

Rebecca Glückler betreut die Kinderkunstwerke, während sich der HGV-Vorsitzende Steffen Löffler um die "großen" kümmert. Er eröffnete mit Bürgermeisterin Roswitha Beck den Strohpark und dankte allen Strohbindern für ihre Arbeit. Tausende von Arbeitsstunden waren notwendig. "Wieder wurde auch an der Technik nicht gespart, Figuren drehen sich, leuchten und eine raucht sogar – das finde ich faszinierend", sagte Löffler. Bürgermeisterin Beck sprach von einer engen und wertvollen Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, die sich durch die Bewertungskommission zeige.

Tausende Arbeitsstunden investiert

An die Adresse der Macher des Strohparks, also Kinder und Erwachsene, Vereine, Gruppen und Firmen, erklärte Beck: "Ich bin stolz auf euer Mitwirken und sehr dankbar, dass wir diese Ausstellung Jahr für Jahr hinbekommen". Der Strohpark sei zum Schwenninger Markenzeichen- "zu unserem Aushängeschild" – geworden. Er bringt jährlich Tausende von Besuchern in das Dorf. Er sei Zeichen für die Verbindung von Landwirtschaft, Kreativität, Kunst mit handwerklichen Fähigkeiten und auch den Tourismus, so der Bürgermeisterin. Die örtlichen Vereine sowie an Wochentagen die Heuberger Gaumenfreunde sorgen fünf Wochen lang für das leibliche Wohl der Besucher. Ein großes Rahmen- und Unterhaltungsprogramm ist geboten. Am Samstag spielte etwa "Joschi, der Heubergtiger" und am gestrigen Sonntag die AH-Band "Reiß aus" aus Frohnstetten. Die Bewirtung lag in den Händen vom Narren- und Sportverein.
 

Vom Turnverein kam die "Schneckenpost". Dieser kommt zwar langsam, aber sicher voran.
Vom Turnverein kam die "Schneckenpost". Dieser kommt zwar langsam, aber sicher voran. | Bild: Wilfried Koch

Weitere Strohkunstwerke sind etwa eine übergroße Autowaschanlage der Metzgerei Bosch. Der Sportverein präsentiert einen Doppeldecker mit beweglichem Propeller, die Laufgruppe einen Zauberhut mit Überraschungsgast und der neue Hay-Mountain-Verein sein Logo. Weitere Kunstwerke sind die Waage vom Wendepunkt, der gemeinsame Traktor von Galö und der Schreinerei Schnell sowie der Tennis spielende Minion von TCS.

Die diesjährige Jury

Dieses Jahr entscheiden die Bürgermeister Frank Schroft (Meßstetten), Maik Lehn (Stetten a.k.M.), Rafael Osmakowski-Miller (Beuron) und Josef Ungermann (Obernheim) gemeinsam mit den Kämmerern Jürgen Buhl (Meßstetten) und Emilio Verrengia (Stetten a.k.M.) sowie Hauptamtsleiter Peter Greveler (Stetten a.k.M.) über die Platzierungen der Strohkunstwerke. Das Ergebnis wird im Oktober verkündet. Strohpark-Guide Emil Laschinger übernahm mit der Kommission seine erste von vielen Führungen. 

 

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