Pfullendorf Musiker-Nachwuchs von "Jugend musiziert" stellt sich vor

Die Preisträger von "Jugend musiziert" begeistern die Zuschauer beim Frühjahrskonzert vor großem Publikum in der Stadthalle Pfullendorf.

Pfullendorf – Es ist bereits das 18. große Frühjahrskonzert, bei dem sich das Jugendblasorchester in der Stadthalle einem großen Publikum stellte. Die rund 30 Jungmusiker machten den Anfang und zeigten mit ihren ersten drei Stücken, welches Können sie an den wöchentlichen Übungsabenden bereits erworben haben. Dem Auftakt mit „The Gladiators“ folgte der Titel „Hobbit’s Dance and Hymn“.

Stadtmusik-Dirigent Thomas Stöhr hatte es bei seiner Begrüßung angekündigt: „Heute steht die Musik im Vordergrund mit klassischer Musik und Musik aus Film und anderer Orchesterwerke der Blasmusik“. Und so schloss das Jugendblasorchester mit dem Titel „Music from Jurassic Park“ das Kapitel Filmmusik ab. Mit den einprägsamen Melodien ließen sie das Geschehen in diesem Fantasy-Park lebendig werden. Das Publikum jedenfalls zeigte sich mit langem Applaus angetan.

Dann hatte der jüngste Nachwuchs seinen Auftritt. Das zehnköpfige Vororchester, das sich erst im Februar zusammengefunden hatte, baute sich vor der Bühne auf. Thomas Stöhr setzte sich in die erste Reihe und dirigierte mit vielen lautlosen Gesten die junge Truppe. Mit einem einstimmigen „Let’s Rock“ beendeten die kleinen Musiker ihr erstes Stück und hatten sich damit schon in viele Herzen der Zuhörer gespielt. Und das Lob des Dirigenten folgte prompt. „Aus kleinen Künstlern werden große Künstler.“

Damit traten die größeren Künstler auf die Bühne. Sie alle wurden beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ Preisträger des Jahres 2018. Als erstes hatte das Klavier-Duo mit Jana Zimmermann und Sofia Mazur ihren großen Auftritt. Mit weißen Spitzenkleidchen auch optisch ein Hingucker, spielten sie auf dem Klavier vierhändig ein rasantes „Rondo d-Moll“. Die Zuschauer zollten tosenden Beifall.

Ein Hingucker: Das Klavier-Duo mit Jana Zimmermann (links) und Sofia Mazur.
Ein Hingucker: Das Klavier-Duo mit Jana Zimmermann (links) und Sofia Mazur. | Bild: Robert Rechke

Carolina Restle mit ihrer Querflöte stand ihnen keineswegs nach. Alle jungen Solisten wurden dabei von Anna Walter am Klavier begleitet, die schnell für die Einstimmung der Instrumente sorgte. So begeisterte auch Marie Nowack auf der Klarinette die Zuhörerschaft. Raphael Müller zeigte mit seiner Trompete sein eindrucksvolles Können, genauso wie Tim Ruther mit der Tuba. Joshua Längle an der Posaune setzte den vorläufigen Schlusspunkt der Präsentation, von den Konzertbesuchern jeweils mit lautstarkem Jubel belohnt.

Ein kurze Pause folgte. So hatten die nächsten Preisträger Gelegenheit, ihr umfangreiches Schlagzeug-Instrumentarium aufzubauen. Im sechsköpfigen Ensemble fehlte David Nees, der aber durch den Musiklehrer Severin Dietrich bestens ersetzt wurde. Schon mit ihrem brasilianischen Karnevals-Marsch „Praca Maua“ gaben sie einen gekonnten Einblick in die Vielzahl der eingesetzten Instrumente. Mit „Toccata Swing“, wofür die Jungschlagzeuger auch kurzerhand zu anderen Instrumentenplätzen wechselten, heimsten sie den wohlverdienten Beifall des Publikums ein.

Das Jugendblasorchester, dirigiert von Thomas Stöhr, zeigte an diesem Frühjahrskonzert zahlreiche Facetten seines bereits umfangreichen Könnens.
Das Jugendblasorchester, dirigiert von Thomas Stöhr, zeigte an diesem Frühjahrskonzert zahlreiche Facetten seines bereits umfangreichen Könnens. | Bild: Robert Reschke

Anschließend bezog das Jugendblasorchester wieder seine Plätze und ließ einen Reigen von vielen bekannten Musiktiteln folgen. Einem Medley von Michael Jackson folgte der Titel „All about that Bass“ von Jess Jackson. Und wie es Name schon erahnen ließ, konnten dabei die Spieler der Bassinstrumente eine besonders hervorstechende Rolle spielen. Mit dem schillernden Medley „Disco Lives“ zeigten die Jungmusiker nochmals ihr ganzes Können, von dem sich manche Aktivenkapelle noch eine Scheibe abschneiden könnte. Ein lang anhaltender Beifallssturm nötigte die Musiker, den letzten Titel „Mambo No. 5“ als Zugabe gleich zu wiederholen.

 

"War sehr aufgeregt vorm Wettwewerb"

Raphael Müller mit seiner Trompete war einer der Preisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“.

Wie viel muss man eigentlich üben, um hier Preisträger zu werden?

Drei bis vier Mal pro Woche, jeweils eine halbe Stunde. Am Montag habe ich Probe mit dem Jugendblasorchester. Am Dienstag steht Alleinunterricht mit Herrn Stöhr auf dem Programm. Freitags übte ich mit Frau Walter, die mich mit dem Klavier begleitet.

Gibt es bei so viel Übungsaufwand keine Probleme mit der Schule?

Es geht, ich habe ja keine Mittagsschule. Eher wird es mit dem Fußballspielen eng. Ich trainiere in Krauchenwies und Pfullendorf. Und am Freitag ist meistens noch ein Spiel.

Wie war es beim Wettbewerb?

Also ich war vorher sehr aufgeregt, genauso wie mein Freund Joshua auf der Posaune. Danach war ich aber erleichtert.

Wie sehen die weiteren musikalischen Pläne aus?

Mit der Trompete eher weniger. Vielmehr will ich im Fußballsport weitermachen, denn in der nächsten Saison spiele ich für den SC Pfullendorf. (ror)

siehe Nachgefragt
Bild: Robert Reschke

 

 

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