Pfullendorf Mobilfunkmast mitten in Denkingen geplant

Der Ortschaftsrat des Pfullendorfer Ortsteils Denkingen beschäftigt sich am 9. Januar mit der Planung der Telekom. Das Kommunikationsunternehmen würde am Liebsten einen Funkmast nahe von Grundschule und Kindergarten bauen.

Das Kommunikationsunternehmen Telekom sucht in Denkingen nach einem geeigneten Standort für einen Mobilfunkmast. Nach gesicherten Informationen des SÜDKURIER würde die Telekom den Mast am liebsten mitten im Dorf bauen. Der von der Telekom gewünschte Standort befindet sich im Bereich von Grundschule, Andelsbachhalle, Rathaus und Kindergarten. Bisher gibt es im Kernort des Pfullendorfer Ortsteils keinen Mobilfunkmast, deshalb ist der Empfang innerhalb von Denkingen auch sehr schlecht.

"Ein schlechtes Mobilfunk- und Datennetz ist ein nicht zu unterschätzender Standortnachteil. Eine Vielzahl an Beschwerden und Bitten mir gegenüber machten deutlich, dass auch in Denkingen eine Verbesserung der Ausbausituation gewünscht wird", schreibt Ortsvorsteher Karl Abt in einer Stellungnahme auf Anfrage des SÜDKURIER. "Der von der Deutschen Telekom beabsichtigte Ausbau ist daher im Grundsatz zu begrüßen. Auch ist zu begrüßen, dass vor der konkreten Standortwahl der Ortschaftsrat Denkingen angehört wird. Der gewünschte Korridor für den Standort ist jedoch problematisch. So befinden sich in dessen unmittelbarer Nähe der Kindergarten und die Grundschule. Es ist Wunsch des Ortschaftsrats, die Verbesserung des Mobilfunks- und Datennetzes mit der Besorgnis der Einwohner und der Eltern vor Gefahren für die Kinder in Einklang zu bringen und geeignete Standorte vorzuschlagen," so Abt weiter. Unsere Grafik verdeutlicht das Suchfeld der Telekom, das sich innerhalb des Kernortes von Denkingen findet.

Mit einem möglichen Mobilfunk-Standort werden sich die Mitglieder des Ortschaftsrats während ihrer ersten Sitzung in diesem Jahr auseinandersetzen. Die Sitzung findet am Dienstag, 9. Januar um 20 Uhr im Rathaus von Denkingen statt. Anlässlich des Vorhabens der Telekom werden den Mitgliedern des Denkinger Ortschaftsrats die vom Pfullendorfer Gemeinderat erarbeiteten Richtlinien für eine Suche nach einem Mobilfunk-Standort vorgestellt. Darin ist formuliert: "Die neuen Senderstandorte sind außerhalb von Wohngebieten, nicht in der Nähe von Schulen und Kindergärten zu wählen". Folglich sollen nach Ansicht des Stadtrats neue Sendemasten vor allem in "Gebieten mit einer vorhandenen gewerblichen Struktur platziert werden". Von der Telekom war auf unsere Anfrage am Dienstag bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme zu erhalten.

In Aach-Linz hatte es 2006 einen großen Wirbel um einen Mobilfunkmast gegeben. Die Anwohner des Wasserhochbehälters Buschoren waren damals auf die Barrikaden gegangen, weil der Mobilfunkbetreiber E-plus hier eine Funkstation plante. Nach den Protesten hatte der Ortschaftsrat im September 2006 einen Mast auf dem Wasserhochbehälter abgelehnt. Auch den Plan von O2, auf dem Friedhof einen Mast zu bauen, lehnte der Rat ab. Im Frühjahr 2008 begann O2 mit der Suche nach Privatgrundstücken und im Oktober 2009 baute das Unternehmen einen Masten im Gebiet "Espen".

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