Pfullendorf Blutspender sind Wiederholungstäter

Bis zu 300 Menschen kommen, wenn das Deutsche Rote Kreuz in die Stadthalle Pfullendorf ruft. Und sie alle erinnern sich noch an ihr erstes Mal. Hochbetrieb herrscht auch in der Küche.

Ob zum 39. Mal wie Heike Nusser aus Pfullendorf oder zum 129. Mal wie Eugen Grom aus Wald-Sentenhart: In Pfullendorf wurde wieder fleißig Blut gespendet. Alle erinnern sich noch genau, wann und warum sie mit dem Blutspenden angefangen haben – bei Nusser war der Vater ein Vorbild, bei Grom hat ihn mit 39 Jahren eine Bekannte überzeugt, nachdem er zuvor einmal umgekippt war. "Angst vor dem Blutspenden braucht keiner haben", sagt Nusser und versichert: Blutspenden bringt die Gewissheit, etwas Gutes zu tun.

Ebenso unabdingbar wie die 240 bis 280 Spender, die für diesen Tag erwartet wurden, sind die Helfer, von denen nicht alle Mitglied im DRK-Ortsverband Pfullendorf sind. "Wir haben viele, die uns bei diesen Aktionen helfen", sagt Diana Liersch vom Ortsverband und zeigt etwa auf einige älteren Damen in der Spülküche. In der Küche geht es allgemein hoch her, hier werden rund 300 Mahlzeiten gekocht. "Nach der Blutspende braucht man etwas zu essen", sagt Liersch, daher stehen sieben Helfer ab 9 Uhr in der Küche. Vier Blutspende-Termine gibt es im Jahr, der nächste ist am 12. Dezember. Und nach jedem Termin beginne bereits die Planung für den nächsten. "Man braucht die Leute und man braucht die Bereitschaft", sagt Liersch. Neben fünf Ärzten helfen auch zwischen zehn und 15 Helfer bei der Blutspende selbst.

Sabine Mielke, Renate Birk, Tanja Köckeis, Kerstin Blocherer, Diana Liersch und Jörg Wiggenhauser gehören zum Küchenteam, das beim Blutspenden in der Stadthalle rund 300 Mahlzeiten vorbereitet. Bild: Isabelle Arndt
Sabine Mielke, Renate Birk, Tanja Köckeis, Kerstin Blocherer, Diana Liersch und Jörg Wiggenhauser gehören zum Küchenteam, das beim Blutspenden in der Stadthalle rund 300 Mahlzeiten vorbereitet. Bild: Isabelle Arndt

1001 Blutspenden gab es im gesamten vergangenen Jahr. An den neuen Fragebogen haben sich inzwischen alle gewöhnt, wie Alfred Kneer vom Blutspendedienst erklärt. 2016 wurde der ausführlicher und die Fragen etwa nach Sexualpartnern wurden expliziter. "Die Sicherheit der Patienten muss oberste Priorität haben", sagt Kneer erklärend und Blutspender Roland Lachmann aus Pfullendorf-Bethlehem stimmt zu: "Das wird seinen Grund haben. Und wenn ich hier her komme, nehme ich mir die Zeit." So geht es auch Gertrud Bürkle aus Pfullendorf, die zum 61. Mal spendet. Ihre Motivation war unter anderem ein Bekannter, der nach einem Unfall innerhalb einer Nacht 56 Blutkonserven gebraucht hat – und die müssen ja irgendwo herkommen. "Es tut nicht weh und das kann ich beitragen."

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