Pfullendorf Bisons kommen auch in die Pfanne

Pfullendorfer Stadtgeschichten: Ivana Lojdl verrät ihr Lieblingsrezept für tierische Akteure

Dass man ein Schweineschnitzel oder ein saftiges Steak in der Pfanne hat, das ist nicht ungewöhnlich. Oft darf es auch mal Hähnchen oder Pute sein. Bei Ivana Lojdl kommt ab und zu etwas in die Pfanne, was die meisten Menschen nur aus Wildwestfilmen kennen: Bison. Die Lojdls betreiben in Straß einen Öko-Bauernhof und sind Mitglied im Naturland-Verband. Seit 1994 halten sie Bisons. Die riesigen Tiere fühlen sich auf den Weiden sichtlich wohl und grasen gemächlich vor sich hin. Wohl keines der Zottelrinder wird sich Gedanken darüber machen, dass es jetzt Filmstar ist. Denn in den "Pfullendorfer Stadtgeschichten" kommen auch die Bisons der Lojdls vor. Nicht in Zusammenhang mit Buffalo Bill oder jagenden Indianerstämmen, sondern mit dem Bezug zur Region und zur Natur.

Gut möglich, dass eines der Tiere, die in der Stadthalle auf der Leinwand am kommenden Samstag zu sehen wird, nicht mehr am Leben ist. Denn Ivana Lojdl und ihr Mann Wolfgang betreiben mit den Bisons eine Landwirtschaft, das Fleisch wird verzehrt und ist begehrt, weil es kurzfaserig und fettarm ist. Auch aus Italien, der Schweiz, Österreich und Frankreich kommen einige Bisonfreunde nach Straß, um hier ihre vorbestellten Fleischpakete abzuholen. "Da sind dann ganz unterschiedliche Stücke drin", erklärt die 52-jährige Ivana in ihrer Küche, wo schon ein Bratenstück in der Pfanne schmort.

Ivana Lojdl verrät den SÜDKURIER-Lesern ein Rezept für Bisonbraten.
Ivana Lojdl verrät den SÜDKURIER-Lesern ein Rezept für Bisonbraten.

Bison gibt es auch bei den Lojdls nicht jeden Tag, aber wenn so ein Fleischstück auf dem Speiseplan steht, dann werde es mit Liebe zubereitet. "Große Stücke lege ich über Nacht in Rotwein ein", verrät Ivana Lojdl. Ein paar Wacholderbeeren und Lorbeerblätter dürfen dabei nicht fehlen. Gewürzt wird dann erst, wenn der Braten gar ist. Am nächsten Tag wird das Fleisch in Kokosöl scharf angebraten. "Das gibt einen ganz besonderen Geschmack", erklärt die Köchin. Nach etwa einer Stunde kommt dann Wurzelgemüse dazu – "keine Zwiebeln und kein Knoblauch", rät die Köchin, weil das den Geschmack verfälsche. Gesalzen wird erst zum Schluss. Ivana Lojdl löst dafür Himalaja-Salz in Wasser auf und gießt das über den Braten. "Das geht auch mit normalem Salz", sagt sie. Aber die Sache mit Auflösen der Kristalle, die sei schon wichtig. "Denn die Kristalle ziehen den Saft aus dem Fleisch." Ein Bissen bestätigt: Sie versteht ihr Handwerk, es ist saftig und schmeckt gut.

Mit den Bisons haben die Lojdls sich einen Traum erfüllt. Die Tiere mit dem gutmütigen Wesen haben Wolfgang schon immer fasziniert. Bei amerikanischen Ureinwohnern hat er sich abgeschaut, wie man die Tiere hält und auch nutzen kann. Verwenden kann man das ganze Tier von den Hörnern bis zu den Klauen. Was es sonst noch über die Bisons zu berichten gibt, kann man am Samstag und Sonntag in der Stadthalle erfahren.

Aufführungstermine

Die Termine in der Stadthalle sind am Samstag, 21. Oktober, und Sonntag, 22. Oktober, wobei die Vorstellung für Samstag schon ausverkauft ist. Der Vorverkauf für Sonntag, 16 Uhr, findet über die Tourist-Information, Linzgau-Buchhandlung und die SÜDKURIER-Geschäftsstelle statt. Die Karte kostet acht Euro und an der Tageskasse zehn Euro. Den Trailer für die Neuauflage der Stadtgeschichten gibt es bei uns im Internet: www.sk.de/exklusiv

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