Neuhausen ob Eck Zukunft beginnt am 1. Mai: Schnelles Internet für Neuhauser Ortsteile Schwandorf und Worndorf

Am 1. Mai 2018 endet die Steinzeit in Sachen Internet. Zumindest für die Nutzer in den beiden Neuhauser Ortsteilen Schwandorf und Worndorf. Dieses Datum nannte auf Anfrage der Geschäftsführer der Netcom-BW, Berhard Palm.

Den Nutzern in Schwandorf und Worndorf wird eine echte Flatrate für monatlich 29,90 Euro angeboten. Gleichzeitig bedauerte der Geschäftsführer, dass Neuhausens Bürgermeister Hans-Jürgen Osswald über Wochen hinweg keine Antwort auf entsprechende Anfragen erhalten hatte. "Bei uns blieb über den Sommer einiges liegen. Der Bürgermeister hat sich zu Recht beklagt", sagte Palm. Außerdem kündigte der Geschäftsführer eine Informationsveranstaltung an, um die Bürger und zukünftigen Nutzer über den aktuellen Sachstand zu informieren. Ein Datum nannte Palm allerdings nicht.

Noch am Dienstag bei der Gemeinderatssitzung hatte sich Hans-Jürgen Osswald über das Unternehmen beklagt. Zum Hintergrund erklärte der Verwaltungschef: "Wir haben 2011 und 2013 vergeblich versucht, einen Investor für die Breitbandverkabelung in beiden Ortsteilen zu finden." Danach sei die Kommune in Vorleistung getreten und habe für eine Million Euro selbst für ein Kabelnetz gesorgt. Zusammen mit der Breitbandversorgungsgesellschaft im Landkreis Sigmaringen (BLS) sei nun mit der Firma Netcom-BW ein Betreiber gefunden worden. Soweit, so gut. Die zukünftigen Nutzer in den beiden Ortsteilen und die Gemeindeverwaltung gingen nun davon aus, dass das bereits vorhandene und von der Kommune bezahlte Netz möglichst umgehend in Betrieb genommen werde.

Keine Antwort

Dem war aber nicht so. Das Unternehmen, so schildert es Osswald, habe einen Termin in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres für die Inbetriebnahme genannt. So lange wollten die Neuhauser nicht warten. Der Rathauschef wandte sich mehrfach schriftlich an das Unternehmen, ohne eine Antwort zu bekommen. Osswald zeigte sich über diese Nicht-Reaktion des Unternehmens deutlich verärgert und sagte im SÜDKURIER-Gespräch: "Hier auf dem flachen Land, wo es für die Konzerne mit den Internetanschlüssen offenbar weniger zu verdienen gibt als in den Ballungszentren, geht man so mit den Kunden und Gemeinden um."

Wer vom 1. Mai 2018 an in den beiden Ortsteilen ins Netz geht, wird, so verspricht der Bürgermeister, gegenüber den heutigen, quälend langsamen Verbindungen eine deutliche Qualitätsverbesserung erfahren. Allerdings noch nicht das derzeitige technische Höchstmaß. Osswald: "Wir haben Backbone verlegt." Das bedeutet, dass das Glasfaserkabel zu bestimmten Verteilern gelegt wurde. Die letzten Meter bis zu den Häusern und Wohnungen bestehen aber immer noch aus veralteten Kupferleitungen. Trotzdem, so ist sich der Verwaltungschef sicher, wird in den beiden Teilorten vom 1. Mai an ein völlig neues Online-Zeitalter beginnen.

 

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