Leibertingen Windrad-Projekt ist vorerst eingestellt

Reg.EN verkündet, nicht weiter 18 Windräder zwischen Meßkirch und Leibertingen bauen zu wollen, Grund ist der Rotmilan.

Die niedersächsische Firma Reg.EN (Regenerative Energien), die Windkraftanlagen zwischen Meßkirch und Leibertingen bauen wollte, hat in einer Pressemitteilung ihren Rückzug von dem Projekt erklärt. Grund sind die Ergebnisse intensiver Untersuchungen der Flora und Fauna, die seit Februar stattfinden. Laut Reg.EN zeigen diese nämlich eine überraschend hohe Dichte von Horsten windkraftempfindlicher Arten im Allgemein und von Rotmilanen im Besonderen. Außerdem gebe es praktisch keine Gebiete ohne Überflüge, so dass auch der Waldbereich als Standort ausfalle. Wie Reg.EN erklärt, hält das beauftragte Gutachterbüro auch kleinere Bereiche mit weniger Windrädern für nicht genehmigungsfähig, daher werden weitere geplante Untersuchungen mit sofortiger Wirkung eingestellt.

Ursprünglich geplant waren 18 Windräder im Wald und im Offenland, was seit Jahren für Diskussionen sorgt. Zuletzt hat Ende Januar ein Patt im Leibertinger Gemeinderat für Aufmerksamkeit gesorgt, der Antrag für die Verpachtung von 70 Hektar kommunaler Flächen im Windvorranggebiet wurde dann neu besprochen und mit einer knappen Mehrheit beschlossen. Derzeit werden Unterschriften für ein Bürgerbegehren gesammelt.

Immo Müller, Geschäftsführer von Reg.En, äußert in seiner Erklärung grundsätzliche Zweifel an der Machbarkeit von Windrädern: "Um weiterhin in Baden-Württemberg Windräder projektieren zu können, sind aus unserer Sicht die betreffenden Vorgaben des Landes einer Prüfung zu unterziehen." Zu den Vorgaben zählt etwa genügend Abstand zu Tierarten wie dem windkraftempfindlichen Rotmilan. Reg.EN realisiert gerade drei Windräder in Pfullendorf-Denkingen.

Der SÜDKURIER wird noch ausführlich berichten.

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