Meßkirch Wer kann sich beim Casting für die Klosterstadt durchsetzen?

Zwölf Teilnehmer sind beim Klosterstadt-Casting dabei. Der SÜDKURIER hat neue, interessierte Helfer auf die Baustelle eingeladen.

„Ich bin mehr als zufrieden, die Veranstaltung lief genau so, wie ich es mir gewünscht habe.“ Diese Bilanz zog Klosterstadt-Initiator Bert M. Geurten nach dem „Casting“ für neue, ehrenamtliche Helfer auf dem Campus Galli. Zu dem Termin hatten sich zwölf Interessenten eingefunden. Der SÜDKURIER als Medienpartner der Klosterstadt hatte zu dem Termin eingeladen. Geurten: „Das war für unser Casting genau die richtige Zahl.“

Die absolute Exotin unter den Interessierten war Jana Hartmann aus Berlin. Die 49-Jährige hatte in der Bundeshauptstadt aus den Medien von dem Klosterstadtprojekt erfahren und war von Anfang an beeindruckt und begeistert. Zusammen mit ihrem Mann war die Berlinerin extra zu dem Casting nach Meßkirch gekommen. Schon am Beginn des Rundgangs über den neuen Informationspfad rund um die zukünftige Baustelle stand für sie fest, ein oder zwei Monate als ehrenamtliche Helferin auf dem Campus Galli mitzuarbeiten. Die heutige Hausfrau und frühere Fernmeldetechnikerin ist nach eigenem Bekunden von der Geschichte an sich und besonders vom Mittelalter fasziniert.
Ähnlich ergeht es auch Norbert Stelte aus Überlingen. Der Physiker und Innovationsmanager ist von der Idee, in 40 Jahren eine Klosterstadt mit den Arbeitsmitteln des neunten Jahrhunderts zu errichten, schlicht beeindruckt.



Er gibt zu: „Handwerklich habe ich keine besonderen Fähigkeiten zu bieten, aber vielleicht kann ich mich als Handlanger nützlich machen.“ Zwar kann der Überlinger keinen wochenlangen Arbeitseinsatz auf dem Campus Galli einbringen, aber an den Wochenenden habe er schon Zeit.

Ähnlich wie der Physiker vom Bodensee verfolgt auch Daniel Loubert aus Villingen-Schwenningen das Meßkircher Bauprojekt über den SÜDKURIER. Der Angestellte hat sich vorgenommen, möglichst oft an den Wochenenden zu helfen. Besonders freut er sich: „Meine Frau unterstützt mich dabei und hat mich in der Idee bestärkt, hier mitzuwirken.“ Die Faszination des Projekts ist an kein Alter gebunden. Das wird am Beispiel von Luisa Hinz, einer 15-jährigen Gymnasiastin aus Leibertingen, deutlich. Ihre Mutter arbeitet bereits als Sekretärin im Klosterstadtverein mit. „Ich wollte nur mal selbst sehen, für was meine Mutter so arbeitet“, erzählt die Schülerin. Was sie sah, hat das Mädchen offenkundig begeistert: „Ich habe mir bis vor dem Rundgang überhaupt nicht vorstellen können, hier in meiner Freizeit mitzuarbeiten.“ Das habe sich durch die Begegnung mit dem konkreten Projekt aber geändert. Die Töpferin Martina Heil ist von Dettingen am Hochrhein nach Meßkirch gekommen. Sie zeigte sich im SÜDKURIER-Gespräch besonders an der Geschichte der Töpfertechnik im neunten Jahrhundert interessiert.

Bert M. Geurten bestätigt den Eindruck, dass die an ehrenamtlicher Mitarbeit interessierten Teilnehmer am Casting von dem Projekt und der Geschichte des Mittelalters schlicht begeistert sind.

Unter ihnen sei auch eine Harfen-Spielerin gewesen, berichtet Geurten, und freut sich, damit auch den musikalischen Bereich des neunten Jahrhunderts abdecken zu können.

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