Meßkirch Weihnachtsgeschäft läuft gut an – Langer Einkaufsabend in der Innenstadt

Das Weihnachtsgeschäft geht in seine heiße Phase, für die Einzelhändler beginnt mit die umsatzstärkste Zeit im Jahr und für die Kunden läuft die Frist, in der sie ihre verbliebenen Weihnachtsgeschenke noch einkaufen können. Vor diesem Hintergrund lädt die Meßkircher Gewerbe- und Handelsvereinigung (GHV) am Donnerstag, 14. Dezember 2017, zu einem langen Einkaufsabend in die Innenstadt ein.

Vor über 30 Häusern in der Altstadt werden die Hausfassaden mit roten LED-Strahlern erleuchtet, sodass das Motto des Abends, "Meßkirch glüht", rein optisch in die Tat umgesetzt werden kann. "Der zentrale Bereich in der Stadt wird richtig schön illuminiert sein", freut sich Heimo Sauter, GHV-Vorsitzender, bereits auf die Aktion. "Nach der positiven Resonanz auf die Aktion im vergangenen Jahr waren alle gleich wieder mit dabei", berichtet er. Bereits jetzt würden in den Meßkircher Geschäften Glühwein-Gutscheine an die Kunden ausgegeben, die am nächsten Donnerstag dann beim Stand der Handballer vor dem Rathaus eingelöst werden könnten. "Wir hoffen darauf, dass viele Menschen kommen." Der lange Einkaufsabend mit der LED-Show sein dabei ein absolutes Alleinstellungsmerkmal für Meßkirch. "Mit der Schlossweihnacht und dem langen Einkaufsabend müssen wir uns im Vergleich mit anderen Städten da nicht einmal ansatzweise verstecken", freut es Sauter.

Mit dem begonnenen Weihnachtsgeschäft zeigt sich Sauter, der zugleich Inhaber eines Optiker-, Uhren- und Schmuckgeschäfts ist, ebenfalls sehr zufrieden. Individualisierbarer Schmuck, den die Kunden vor Ort selbst zusammenstellen könnten, sei sehr nachgefragt und auch Gold sei wieder im Kommen. Auch im Uhren- und Schmuckgeschäft von Ralf Dierich ist das Weihnachtsgeschenk gut angelaufen. Vor allem Schmuck sei gefragt, stellt Dierich fest. "Die Kunden sind früher dran, als in den Vorjahren.

" Auch das Schuhhaus Müller beteiligt sich am langen Donnerstag und zudem sei das Geschäft samstags durchgehend bis 16 Uhr geöffnet, sagt Hermann Müller. Bei der Buch- und Schreibwarenhandlung Schönebeck lägen in dieser Adventszeit Romane und Belletristik ganz vorne bei den Kundenwünschen. Nachgefragt würden vor allem die Titel der Spiegel-Bestsellerliste. Stagnieren würde in diesem Jahr indes der Umsatz von E-Books. Seit dieser Woche läuft auch das Geschäft bei Spiel- und Haushaltswaren Veeser gut an. Für das dortige Modelleisenbahn-Angebot kämen die Kunden aus der weiten Region.

 

Die Verbandssicht

 

Aus Sicht des Handelsverbands Südbaden lief das erste Adventswochenende "ganz ordentlich". So sagt es Utz Geiselhart, stellvertretender Hauptgeschäftsführer von der Geschäftsstelle Bodensee-Baar in Konstanz. Niedrige Arbeitslosigkeit und gestiegene Löhne seien Rahmenbedingungen, die den Einzelhandel für die Zeit bis Weihnachten indes optimistisch stimmen könnten. Auch, dass die letzte Adventswoche eine volle Woche ist, stimme ihn optimistisch. Denn 2016 seien es da nur drei Werktage gewesen. Und deshalb sagt er: "In der letzten Woche diesen Dezember wird sicherlich noch sehr ordentlich eingekauft werden." Mit Blick auf Meßkirch spricht er von einer aktiven Händlerschaft, die mit Aktionen wie der Schlossweihnacht und dem langen Einkaufsabend im Advent auf sich aufmerksam macht und äußerst positive Zeichen setze.

"In Meßkirch gibt es in der Innenstadt einen breiten Sortiments-Mix und das ist der Grund, weshalb die Menschen in die Innenstadt kommen." Zum anderen biete die Zimmernstadt durch ihren historischen Stadtkern ein Ambiente, "mit dem sie mit vielen anderen Städten auf jeden Fall sehr gut mithalten kann". Darauf stimmten die Händler vor Ort ihre Aktivitäten ab und täten somit genau das Richtige, stellt Geiselhart fest. Was die Verkaufsschlager im vorweihnachtlichen Geschäft des Verbandsgebiets betrifft, stünden auch 2017 Spielwaren, Bücher, Schmuck und Uhren sowie Unterhaltungselektronik und Parfüms ganz oben in der Käufergunst. (mos)

 

Auch selbst Gebasteltes erfreut die Beschenkten

 

Eine Umfrage unter Meßkirchern zeigt, dass das Thema Weihnachtsgeschenke durchaus unterschiedlich gesehen wird:

  • "Ich bin kein typischer Geschenkkäufer", sagt Alexandra Geiger. Für den engsten Familienkreis verschenke sie an Weihnachten regelmäßig selbst gemachte Kalender mit Bildern ihrer Kinder. "Da freuen sich alle darüber." Auch andere selbst gebastelten Dinge verschenke sie gerne. Ansonsten gehe sie Weihnachten so an, dass sie lieber Zeit verschenkt. "Zum Beispiel, jemanden schön zum Essengehen in Meßkirch einladen."
  • Ganz ähnlich hält es Martin Birk. "Wir haben im Familienrat beschlossen, dass wir uns dieses Jahr nichts zu Weihnachten schenken", sagt er. Stattdessen werde Heilig Abend gemeinsam mit den schon erwachsenen Kindern ganz traditionell miteinander gefeiert und dann werde man gemeinsam schön gemütlich miteinander zum Essen ausgehen. Das entlaste auch die Hausfrau, sagt er. Und setzt hinzu: Er verstehe die Diskussion um eine Geschäftsöffnung am 24. Dezember in diesem Jahr überhaupt nicht. "Das hat mich brutal genervt. Irgendwo gibt es doch eine Grenze." Schließlich müsse man auf die Beschäftigten Rücksicht nehmen.
  • Armin Mayer hat für seine Frau schon ein Geschenk gekauft. Ansonsten möchte er sich mit dem Schenken zurückhalten. Anlässlich des Weihnachtsfests möchte er indessen noch für einen guten Zweck eine Spende machen.
  • Peter Lotzer hat noch keine Geschenke gekauft, weiß aber schon, was er seinen Lieben in diesem Jahr unter den Christbaum legen möchte. Zu den verkaufslangen Donnerstagen sei er schon in den Vorjahren immer gerne gegangen. Das sei immer angenehm gewesen, da man in Ruhe nach Geschenken habe suchen können. So wie in den Vorjahren möchte er daher auch den kommenden Donnerstag dazu nutzen, bei Schönebeck nach Büchern zu suchen. (mos)

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