Meßkirch Schnurrer-Gruppen erheitern Gäste in Lokalen

Das ist Fasnet in Reinkultur: Schnurrer-Gruppen ziehen durch Lokale und sorgen mit ihren witzigen Beiträgen für viel Gelächter.

Ein abwechslungsreiches Vergnügen aus Musik und musikalischen Vorträgen boten die Schnurrer-Gruppen, die am Abend des Rosenmontags durch die Meßkircher Lokale zogen. Sie griffen die Sehnsucht nach der Wunschfigur, die Freude am fasnächtlichen Brauchtum, das Leiden im Kostüm sowie die sportlichen Freuden auf. Die Meßkircher Lokalpolitik hingegen nahm niemand aufs Korn. Dafür wurde umso kräftiger geschunkelt und gesungen.

Die Heudorfer Frauen erzählten von ihrem Versuch, zur Kur zu fahren, um dort gesund abzunehmen und fit zu werden, denn "da packst du die Kurven an, dass aus der Krähe wird ein schöner Schwan". Schon am Bahnhof in Sigmaringen erwachen die ersten Bedenken. All die leckeren Dinge kommen ihnen in den Sinn, die dann nicht mehr erlaubt sein würden. Auf die Melodie von Tory Kellys "Hallelujah" sangen die Heudorferinnen ein jammervolles "I darf's it essa". Doch zu guter Letzt fährt der Zug davon "und wir it drin, wir fahren nicht in d'Kur, haben keine Lust auf die Tortur", hörte man die Frauen trotzig singen, wofür sie amüsiertes Gelächter und viel Applaus erhielten.

Die Hänsele-Gruppe freute sich darüber, dass wenigstens an der Fasnet die Meßkircher Innenstadt nicht ausgestorben ist. Da werde das Brauchtum gepflegt, die Menschen seien auf der Straße, "nur nicht im Sommer, denn da schifft's uns a".

Auf die Melodie von "I'm so excited" von den Pointer Sisters sangen die Firlefanz-Frauen in ihren rosaroten Hasenoveralls "Scheiße verkleidet". Eingepackt vom Kopf bis zum Fuß in dickes Plüsch, beklagten sie sich über die Nachteile ihrer Kostümwahl: man müffle sofort und Pippimachen werde zum echten Abenteuer.

Die Altnarrenmütter hingegen zeigten sich extrem sportlich in jeder Disziplin, ob beim Tennis, Skifahren oder Wandern und sangen auf die Melodie von "Wir sind mit dem Radl da" die Zeile "Wir halten uns sportlich fit" und plädierten für die unterschiedlichsten Sportarten. Skifahren sei empfehlenswert, denn "bei Glühwein und beim Jagertee tun uns keine Knochen weh". Hingegen "zum Fußball muscht sei geboren, denn ohne O-Bein bischt du verloren".

Musikalisch in Schwung brachten die Narrenschar die Umland-Combo aus Mitgliedern der Musikkapellen Thalheim und Menningen unter der Leitung von Michael Erath sowie die Musikkapelle Rohrdorf, die Roland Mauz anführte. Von Rock, Jazzigem bis zu Schunkelliedern hatten die Musiker alles in ihrem Repertoire und brachten beste Stimmung unter das Narrenvolk.

 

Diese Schnurrer-Gruppen waren unterwegs:

Im Restaurant Froben gaben sechs Schnurrer-Gruppen ein Stelldichein: Heudorfer Frauen, Hänsele-Gruppe, Firlefanz-Frauen, Narrenmütter, Musikverein Rohrdorf, Umland-Combo aus Thalheimer und Menninger Musikern.

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