Meßkirch Hallenbad bleibt bis 2019 geschlossen

Das Hallenbad am Schulzentrum bleibt bis in den Sommer 2019 zu. Der Grund: Nachdem während des ersten Bauabschnitts unvorhergesehene Arbeiten anfielen, lässt sich die anfangs vorgesehene Wiedereröffnung zwischen den beiden Bauabschnitten, vom Sommer 2018 bis in den Frühling 2019, nicht mehr realisieren.

Im Gemeinderat waren so jüngst die Arbeiten für den Austausch der Holzdecke im Bad verabschiedet worden, die mit rund 130 000 Euro zu Buche schlagen und die gar nicht im Sanierungs-Fahrplan enthalten waren. Der Auftrag ging an die Firma Holzbau Riester aus Leibertingen.

Doch gab und gibt es neben der Deckensanierung noch mehr zu tun, in dem, in die Jahre gekommenen Bad. Martin Niederwolfsgruber vom städtischen Bauamt nennt dabei an erster Stelle die Chloridprüfung, die in den vergangenen Wochen stattfand und die ebenfalls unvorhergesehen war. "Wegen verschiedener Undichtigkeiten war Feuchtigkeit in den Beton gekommen." An den Halterungen für den Hubboden etwa, habe es keine effektive Abdichtung gegeben. Und wegen dieser Lecks mussten im Untergrund des Bads nun Löcher in den Beton gebohrt und darin Messungen vorgenommen werden, die den Chloridgehalt im Kunststein bestimmten.

Bauamts-Mitarbeiter Martin Niederwolfsgruber zeigt auf die Chloridschäden im Beton unterhalb des Bads, im sogenannten Kriechgang, der um das Becken herum verläuft.
Bauamts-Mitarbeiter Martin Niederwolfsgruber zeigt auf die Chloridschäden im Beton unterhalb des Bads, im sogenannten Kriechgang, der um das Becken herum verläuft. | Bild: Gregor Moser

Die Betonsanierung werde in dieser Woche beginnen, sagt Niederwolfsgruber und weist auf die nächste Baustelle hin: Sämtliche Elektroleitungen seien unter der Holzvertäfelung an den Wänden auf Putz und ohne Schutzrohre in den Estrich hinein verlegt worden. Zudem war die Fußbodenheizung in die Sitzbank und bis hinauf in die Wand verlegt worden, sodass es beim Anlehnen einen warmen Rücken gab. Doch auch dort habe es Lecks gegeben und nun gebe es eine neue Fußbodenheizung. Auf dem Beckenboden wurden vergangene Woche Bleche verschweißt, um Lecks in Zukunft zu vermeiden.

Das neue Ausgleichsbecken, der sogenannte Schwallbehälter wurde vor Ort zusammengeschweißt. Das frühere Ausgleichsbecken war nicht geschlossen, was mit zur Chloridbelastung im Beton beitrug.
Das neue Ausgleichsbecken, der sogenannte Schwallbehälter wurde vor Ort zusammengeschweißt. Das frühere Ausgleichsbecken war nicht geschlossen, was mit zur Chloridbelastung im Beton beitrug. | Bild: Gregor Moser

Bürgermeister Arne Zwick zeigt sich enttäuscht, dass es mit der ursprünglich geplanten Wiedereröffnung des Bads zwischen den Bauabschnitten nichts wird. Für die Nutzer des Hallenbads, also auch für die Schulen oder die DLRG, gelte es, die Zeit zu überbrücken, bedauert er. Durch die unvorhergesehenen Arbeiten, die im Bad notwendig geworden sind, hätten laufende Arbeiten unterbrochen werden müssen und so sei es auch gekommen, dass die Arbeiten zeitweise ruhten.

Sanierungsdetails

Die Holzdecke soll durch kunststoffbeschichtete Holzfaserplatten ersetzt werden. Diese sollen bis auf Türhöhe heruntergezogen werden und auch den Schallschutz verbessern. Saniert werden soll auch das Tragsystem des Hubbodens. Der Boden selbst ist zwischengelagert. Seitens des Stadtbauamts wird festgehalten, das es keinen Schimmel im Bad gab. (mos)

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