Meßkirch Gemeinderat bewilligt Geld für Klosterstadtverein und Campus Galli

Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend, den Klosterstadtverein und die Mittelalterbaustelle Campus Galli 2015 mit maximal 300 000 Euro zu unterstützen. Damit soll 2015 etwas weniger Geld als im laufenden Jahr zugeschossen werden.

Im Mai dieses Jahres hatte Bürgermeister Arne Zwick darüber informiert, dass Campus Galli nach einem nichtöffentlich gefassten Gemeinderatsbeschluss einen Zuschuss von insgesamt 265 000 Euro plus das Geld für die Einstellung eines Geschäftsführers und eines Zimmermanns erhalten werde. Wie Hannes Napierala, Geschäftsführer von Campus Galli, in der Ratssitzung nun offenlegte, gab es 2014 Zuschüsse in Höhe von 351 000 Euro, wovon 50 000 Euro auf die Geschäftsführer-Stelle und 35 000 Euro für den Zimmermann und Gastronomiepersonal entfielen.

Zu den Personalkosten insgesamt, die den größten Teil der Kosten bei dem Projekt ausmachen, stellte Bürgermeister Arne Zwick fest: „Die Personalkosten sind angemessen und moderat. Es sind Gehälter, für die viele andere den Finger nicht krumm machen würden. Niemand bekommt ein fürstliches Gehalt.“ Laut Napierala gibt es derzeit 24 Angestellte und sechs Minni-Jobber.

Zu den 300 000 Euro für die Klosterstadt für 2015 erläuterte der Bürgermeister, dass dieses Geld nicht zu Jahresbeginn in einer Tranche übergeben wird sondern in enger Abstimmung zwischen Klosterstadtverein und Stadt freigegeben werden soll. „Die Kontrolle der öffentlichen Mittel ist da und sie wird sehr ernst genommen“, stellte Zwick fest.

Ebenfalls bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat im Anschluss noch, dass die Stadt eine Bürgschaft über 100 000 Euro für einen ersten Abschnitt der anstehenden Küchenerweiterung übernehmen wird. Falls die Küche später weiter wachsen soll, sei es so geplant, dass die dann vergrößerte Einrichtung modular erweiterbar sein wird.

Wie Napierala zuvor ausgeführt hatte, waren die Planzahlen für die Saison 2014 leicht übertroffen worden: Der Umsatz lag gegenüber geplanten 347 000 Euro bei 367 000 Euro und die Besucherzahlen lagen zu Saisonende bei 35 682 Personen, gegenüber 30 000 Besuchern laut Plan. Mit Blick auf 2015 sagte er: „Wir haben vorsichtig geraten, dass eine Wachstumsrate von 25 Prozent geben wird.“

Diese zurückhaltende Schätzung würde ein Plus von rund 10 000 Besuchern bedeuten sowie Ausgaben von 951 000 Euro und Einnahmen von 655 000 Euro. Das Ziel sei es, 2017 oder 2018 die Verlustzone zu verlassen. Die kommenden Aufgaben des Vereins umfassten unter anderem die Überarbeitung des Internet-Auftritts, der Flyer und des pädagogischen Programms für Schulklassen sowie den Aufbau eines Sponsoring-Konzepts. 2015 soll die Holzkirche fertig gestellt werden und eventuell soll neben der Küchenerweiterung auch mit dem Bau der Scheune begonnen werden.

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