Meßkirch CDU-Politiker Thomas Strobl und Thomas Bareiß besuchen Klosterstadt

Die CDU-Politiker Klaus Burger, Thomas Strobl und Thomas Bareiß haben der Klosterstadt in Meßkirch einen Besuch abgestattet. Großes Lob von den Politikern gab es für dir Idee und Umsetzung des Konzepts.

Bei allem Respekt für die Anstrengungen, die Politiker während eines Wahlkampfs leisten – mitunter kann solch ein Auftritt zu einer angenehmen Angelegenheit werden. Als solche muss Thomas Strobl, Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg, die Einladung zum Rundgang durch die Karolingische Klosterstadt empfunden haben. Immerhin ist das Projekt das Gegenteil der Dinge, mit denen sich Politiker sonst auseinandersetzen. Hier gibt es weder Abhöraffären noch Arbeitslosigkeit, und die Dämonen der Globalisierung wie Mobiltelefone sind für Momente ausgeblendet.


Eingeladen hatten den CDU-Landesvorsitzenden der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß gemeinsam mit dem Meßkircher CDU-Stadtverband – eine willkommene Unterstützung für Bareiß im Bundestagswahlkampf. Gemeinsam mit dem Initiator der Klosterstadtbaustelle, Bert M. Geurten, dem Landtagsabgeordneten Klaus Burger, Bürgermeister Arne Zwick, dem Ortsvorsteher von Rohrdorf, Hubert Frick, und Vertretern des CDU-Stadtverbands, tauchen die Politiker in die mittelalterliche Welt ein. Steinmetz Jens Lautenschlager ist damit beschäftigt, Mauersteine für die Schmiede herzustellen – die wegen der ständigen Präsenz offenen Feuers eine bessere Befestigung benötigt als andere Werkstätten der Klosterstadt.

Außerdem produziere er auch weitere Steine auf Vorrat. Beeindruckend ist dabei die Arbeitszeit: es dauert zwei bis drei Stunden, um einen einzigen Stein herzustellen: mit dem Faktor Zeit ging man im Mittelalter großzügiger um als heute. Die Techniken, mit einfachem Werkzeug zu arbeiten, seien ihm aus der Lehrzeit vertraut. Ebenso spannend ist es, dem Töpfer Andy Ollinger zuzusehen. Allein schon die Gewinnung von Ton aus der Lehmgrube beschreibt er als Tagwerk. Alle lernen hier dazu – zum Beispiel, dass der Ton das ist, was übrig bleibt, wenn Lehm durch ein Leintuch gepresst wird. Eine schnell drehbare Töpferscheibe sei eine absolute Innovation im 9. Jahrhundert gewesen.

Die Begeisterung ist den Mitarbeitern und auch Bert M. Geurten anzumerken. Mit der Bilanz dieses ersten Sommers der Klosterstadtbaustelle ist Geurten zufrieden: „Wir zählen bald den 5000. Besucher – und das mit Einzelbesuchern, es sind noch keine Busreisen dabei.“ Das Interesse unter Handwerkern, die mitarbeiten möchten und unter Freiwilligen sei sehr hoch. Momentan habe er mehr Bewerbungen, als er annehmen könne. Auch das Echo in den Medien sei sehr groß. Froh sei er, wenn sich das Unternehmen Klosterstadt in drei Jahren finanziell selbst trage. Kritik gebe es aus Expertenkreisen, die eine noch stärkere Authentizität des Geschehens fordern. Hier argumentiert Geurten, dass er sich an die Gesetze des 21. Jahrhunderts halten müsse – und diese erfordern beispielsweise, dass ein Ofen nicht auf dem Boden stehen darf.

Thomas Strobl zeigte sich angetan: „Ich habe begriffen, das der Prozess das Ziel ist: Man kommt her, um das Entstehen der Klosterstadt zu erleben. Für den Tourismus der Region kann sie zu einem Erfolg werden.“ Bezüglich des wirtschaftlichen Erfolgs ist er optimistisch: „Ich glaube, die Klosterstadt wird Menschen in die Region bringen.“ Auch Thomas Bareiß ist überzeugt: „Für die Region ist sie eine große Chance.“

Ihre Meinung ist uns wichtig
Mehr zum Thema
Klosterstadt Meßkirch - Campus Galli: Nach dem weltberühmten Klosterplan von St. Gallen lassen der Verein Karolingische Klosterstadt und die Stadt Meßkirch eine frühmittelalterliche Klosterstadt entstehen.
Herbstliche Weine vom Bodensee
Neu aus diesem Ressort
Meßkirch
Meßkirch
Meßkirch
Meßkirch
Meßkirch
Meßkirch
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren